Ihre Fragen an uns

Berufsbild und Berufswirklichkeit, Allgemeines zum Studium
  • Kirchenmusiker haben einen der vielseitigsten Musikerberufe ĂĽberhaupt. Die Ausbildung wie die berufliche Praxis umfassen ein groĂźes Spektrum: musikalische Gestaltung von Gottesdiensten, Orgelspiel, Leitung von Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenchören, Arbeit mit Instrumentalgruppen (vom Blockflötenkreis bis zur Band), musikalische Arbeit in verschiedensten Stilen (von Popularmusik bis zur OratorienauffĂĽhrung), offenes, einladendes Musizieren mit Gemeindegruppen und vieles mehr.

    Dabei besteht in der beruflichen Praxis eine große Freiheit, sich auf der Grundlage einer allseitigen musikalischen Ausbildung in einer bestimmten Richtung zu profilieren. Wer begeistert ist und zu begeistern vermag, findet Echo in der Gemeinde. Die Kirchenmusik ist eine der wesentlichen Säulen des Gemeindelebens; sie wird von vielen Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche geschätzt. Bestandteil der Berufstätigkeit sind ausreichende Zeiten für die persönliche musikalische Weiterentwicklung (Üben an den Instrumenten, Besuch von Weiterbildungen). Zwischen den festgelegten Terminen können sich Kirchenmusiker ihre Zeit weitgehend selbst einteilen.

  • Immer wieder hört man die Meinung, es sei schwer oder unmöglich, als Kirchenmusiker eine Anstellung zu finden. Das Gegenteil ist wahr. In den Jahren seit 1989 haben alle Absolventinnen und Absolventen der Hochschule fĂĽr Kirchenmusik Dresden, die eine Stelle als Kirchenmusiker suchten, eine solche gefunden. Es sind mehr Stellen frei, als Bewerber zur VerfĂĽgung stehen. In welchem anderen Beruf ist das ebenso?
    In den letzten Jahren ist die Zahl der Bewerber um ein Kirchenmusikstudium in Deutschland zurückgegangen. Dafür sind die demographische Entwicklung, aber auch andere Faktoren verantwortlich. In den nächsten zehn Jahren werden viele Kirchenmusiker in den Ruhestand gehen. Es besteht schon jetzt Sorge, wie die vorhandenen, zum Teil großen Kirchenmusikerstellen künftig besetzt werden können.

    Freilich hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Stellenstreichungen oder Reduktionen des Anstellungsumfangs gegeben. Die Kirche muss sich in ihrem Mitarbeiterbestand der geringer gewordenen Mitgliederzahl anpassen. Doch wenn von 150 Kirchenmusikerstellen 8 gestrichen werden, so bleiben 142 Stellen übrig. (In dieser Größenordnung liegen die Verhältnisse in der sächsischen Landeskirche. Dort sind in den letzten Jahren sogar neue Kirchenmusikerstellen eingerichtet worden.)

    Im letzter Zeit gibt es auch klare Äußerungen von führenden Persönlichkeiten der Kirche, die den Kirchenmusikern eine gesicherte berufliche Zukunft zusagen, wie das für Pfarrer schon früher formuliert worden ist.

    Fazit: Wer begeistert und mit Freude musiziert, sich dem Auftrag der Kirche zur VerkĂĽndigung des Evangeliums verpflichtet weiĂź und ausreichende Begabung mitbringt, fĂĽr den bietet das Kirchenmusikstudium eine gute Perspektive!

  • Es gibt folgende Studienangebote:

    • Diplomstudiengang Kirchenmusik B
    • Kombinationen Lehramt Musik - Kirchenmusik
      • Lehramt Musik an Grundschulen mit Zusatzqualifikation Kirchenmusik C
      • Doppelfach Musik: Lehramt Musik an Gymnasien mit zweitem Fach Kirchenmusik B
    • Kirchenmusik C
      • Direktstudium
      • Fernstudium
      • Evangelische Religionspädagogik mit musikalischem Profil
    • Aufbaustudiengang Kirchenmusik A
    • Aufbaustudiengänge
      • Chorleitung
      • Orgelliteraturspiel
      • Orgelimprovisation
      • Cembalo
    • Weiterbildung Popularmusik
    • Kirchenmusikalische Grundausbildung fĂĽr Ausländer


    Nähere Informationen zu den einzelnen Ausbildungen erhalten Sie hier

    Zu den Fortbildungsveranstaltungen gehört der jährlich im Februar angebotene Vorbereitungskurs Musiktheorie/Gehörbildung für Studienbewerber. Näheres unter: Termine

  • Auch in Dresden ist das Kirchenmusikstudium im Rahmen des Bologna-Prozesses reformiert und modularisiert worden. Die gĂĽltige Studienordnung fĂĽr das Hochschulstudium entspricht den Vorgaben fĂĽr ein Bachelor- bzw. Masterstudium. Wir haben uns nur entschlossen, den Abschluss auch weiterhin „Diplom-Kirchenmusiker(in)“ zu nennen. Mit dieser Bezeichnung ist in den Gemeinden ein klares Berufsbild verbunden. Ein Diplom-Abschluss hat sein Gewicht und signalisiert eine bestimmte Qualität. Bachelor-AbschlĂĽsse sind in unterschiedlichen Fächern im Niveau sehr verschieden (z. B. variiert die Studiendauer zwischen 6 und 8 Semestern). Deshalb wurde – im Interesse der Absolventen – die bisherige Bezeichnung beibehalten.

    Mit dieser Entscheidung stehen wir in der deutschen Hochschullandschaft allein da. Neben dem erwähnten Vorteil bedingt das Festhalten am Diplom allerdings auch einen nachteiligen Effekt, auf den wir ausdrücklich hinweisen möchten: Bezieher von Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaFög) werden nur bis zum ersten Diplomabschluss (Kirchenmusik B) gefördert. Wer auf diese Leistungen angewiesen ist und von vornherein auch einen A-Abschluss anstrebt, sollte die entsprechenden Bachelor- und Masterstudiengänge an einer anderen Hochschule wählen.

  • Eine Auflistung der Fächer bzw. Module entnehmen Sie hier entweder dem den einzelnen Studiengängen zugeordneten Text oder den PDF-Dateien mit den jeweiligen Modulbeschreibungen.

  • Bei der Konzeption des modularisierten Studiengangs Kirchenmusik (B) wurde groĂźer Wert darauf gelegt, der Popularmusik den der Praxis des Kantorenamtes gemäßen Stellenwert zu geben, ohne den ohnehin umfangreichen Fächerkanon zu erweitern.

    Wie sieht die Integration popularmusikalischer Inhalte in die Ausbildung konkret aus?

    • Gleich im 1. Studienjahr erhält jeder Studierende im Rahmen des Basismoduls Musiktheorie obligatorischen Kleingruppenunterricht Popularmusik (Grundlagen: Harmonielehre, Liedbegleitung) am Klavier vierzehntägig im Wechsel mit Generalbass-, Kadenz- und Modulationsspiel. Die rhythmische Sicherheit und Flexibilität wird durch den Gruppenunterricht „Rhythmik“ gefördert. Jeder Studierende belegt im Rahmen des Faches Instrumentenkunde mindestens eine 90-minĂĽtige Einheit zu den Instrumenten des Jazz/Rock/Pop, die im Rahmen der Weiterbildung „Popularmusik in der Kirche“ angeboten wird.
    • Im neu geschaffenen Fach Gemeindepraktisches Klavierspiel werden die erworbenen Grundlagen in den Kontext verschiedener Stile (z. B. Gospel, Jazz, Latin, Pop) gestellt, deren anwendungsbereite Kenntnis Voraussetzung fĂĽr eine souveräne Gestaltung der Liedbegleitung am Tasteninstrument ist. DarĂĽber hinaus werden popularmusikalische Inhalte im 2. Studienjahr auch in „klassische“ Fächer eingefĂĽhrt: Spezifika des Pop- und Gospelchores werden in Chorleitung behandelt. In Musikgeschichte bildet die Geschichte des Jazz, Rock und Pop einen gleichberechtigten Bestandteil innerhalb der Geschichte der Musik des 20. Jahrhunderts. Der integrative Ansatz erlaubt es, QuerbezĂĽgen und Gemeinsamkeiten zwischen traditioneller Musik und „Jazz/Rock/Pop“ nachzuspĂĽren. In Bläserchorleitung wird auch geeignete Literatur aus dem Bereich Pop und Neues Geistliches Lied vorgestellt. Das nicht nur fĂĽr Blechbläser aller Studienjahre offene Projekt „S(w)ingende Gemeinde“ erprobt seit Jahren erfolgreich Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Gemeindegesang, Posaunenchor und Band.
    • Das 3. Studienjahr bildet den geeigneten Zeitrahmen, fĂĽr ein Jahr die klassische Ausbildung in Klavier und/oder Gesang zu unterbrechen und stattdessen entsprechenden Unterricht in Jazz/Rock/Pop zu nehmen, eine Möglichkeit, die allen Studierenden offen steht.
    • Ăśber das 3. und 4. Studienjahr erstreckt sich das Wahlpflichtmodul, das insgesamt 5% der fĂĽr das Studium aufgewendeten Zeit abdeckt. Innerhalb des Wahlpflichtmoduls ist es möglich, sich fĂĽr Angebote aus ganz unterschiedlichen Bereichen (z. B. Melodieinstrument, Neue Musik, Alte Musik, Ă–ffentlichkeitsarbeit) zu entscheiden, aber auch im Sinne eines besonderen Profils ausschlieĂźlich fĂĽr die Popularmusik relevante Fächer wie Gitarre, Schlagzeug, Bandleitung und Chorleitung Jazz/Rock/Pop zu belegen.

    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der obligatorische Unterricht in Popularmusik sich auf verschiedene Fächer erstreckt, aber Studierende, die ihre Neigungen und Schwerpunkte auf anderen Gebieten sehen, nicht überfordert. Insbesondere das Wahlpflichtmodul eröffnet hingegen interessierten und motivierten Studierenden die Möglichkeit, ein weit über das im B-Studium übliche Curriculum hinausgehendes popularmusikalisches Profil zu entwickeln. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Nutzung von Unterrichtsangeboten der „Weiterbildung Popularmusik in der Kirche“ mit ihrem hoch qualifizierten Dozententeam zu.


Bestimmte Ausbildungsgänge/Studiengänge
  • Die Regelstudienzeit beim C-Fernkurs beträgt vier Semester mit jährlich vier Kurswochenenden und vier Kurswochen. Die Kurse beginnen jährlich mit dem Wintersemester. Beim C-Fernkurs erfolgt der Unterricht in den Fächern Orgel, Klavier, Singen und Sprechen in der Nähe des Heimatortes des Studierenden, der Rest an der Hochschule – siehe Fächerkatalog.

  • Weiterbildung Popularmusik in der Kirche“ ist ein Angebot, das in erster Linie fĂĽr Absolventen der Diplomstudiengänge Kirchenmusik A oder B sowie der kirchenmusikalischen C-Ausbildung und haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitern aus den Bereichen der traditionellen Kirchenmusik und der kirchlichen Jugendmusikarbeit gedacht ist.
    Die Studienzeit beträgt 4 Semester und wird in Kursen (Zweijahresrhythmus) absolviert.
    Unterrichtsformen sind Einzel- und Gruppenunterricht. Als Hauptfach im Einzelunterricht belegt man Klavier/Keyboard oder Gitarre, im Gruppenunterricht die Fächer Chorleitung, Musiktheorie, Rhythmik u.a.
    Die Weiterbildung endet mit einer PrĂĽfung, ĂĽber deren Abschluss ein Zeugnis erstellt wird.
    Die Kosten betragen für Mitglieder der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens: 15 € pro Studientag (ca. 500 € pro Studienjahr), für Mitglieder anderer Kirchen 1000,- € pro Studienjahr.

  • Die Bewerbung fĂĽr das Doppelfachstudium Musik: Lehramt Musik an Gymnasien mit zweitem Fach Kirchenmusik (Bachelor/Master) erfolgt ausschlieĂźlich an der Hochschule fĂĽr Musik Carl Maria von Weber Dresden bis 31. März jeden Jahres. Die Regelstudienzeit beträgt 8 Semester. Dabei werden die ersten beiden Semester an der Hochschule fĂĽr Kirchenmusik Dresden studiert, ab dem 3. Semester studiert man parallel zur Schulmusik. Mit Erhalt des Bachelorzeugnisses nach dem 8. Semester kann sich der Absolvent auf jede hauptamtliche B-Kantorenstelle bewerben.

    Die Studienzeit für den Masterabschluss beträgt 4 Semester. Ziel des Studiums im Rahmen des Faches Kirchenmusik ist der Erwerb von vertieften Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in einzelnen, frei zu wählenden Bereichen der Kirchenmusik.


Information, Bewerbung, AufnahmeprĂĽfung, Aufnahme eines Studiums
  •  

    • Doppelfach Musik: Lehramt Musik an Gymnasien mit zweitem Fach Kirchenmusik:

    Die Bewerbung erfolgt ausschließlich an der Hochschule für Musik C. M. v. Weber. Bewerbungsschluss dort ist der 31. März.

    • Evangelische Religionspädagogik mit musikalischem Profil:

    Die Bewerbung erfolgt ausschlieĂźlich an der Evangelischen Hochschule Moritzburg. Bewerbungsschluss dort ist der 30. April

    • Bei allen anderen Studiengängen:

    Bewerbungsschluss ist am 28. Februar (für die Aufnahmeprüfungen Ende März oder Anfang April) und am 31. Mai (für die Aufnahmeprüfungen im Juni).

     

    • Bewerbungsschreiben
    • Foto
    • Lebenslauf
    • amtlich beglaubigte Kopie des Hochschulreifezeugnisses bzw. des Zeugnisses der Mittleren Reife
    • Nachweis der musikalischen Vorbildung
    • ein Zeugnis der zuständigen Pfarrerin / des zuständigen Pfarrers und der zuständigen hauptamtlichen Kirchenmusikerin / des zuständigen hauptamtlichen Kirchenmusikers zur kirchenmusikalischen Mitarbeit in der Gemeinde und zur Eignung fĂĽr den kirchenmusikalischen Beruf
    • allgemeinärztliches Gesundheitszeugnis
    • Anmeldeformular fĂĽr die AufnahmeprĂĽfung Download
  • Die AufnahmeprĂĽfungen finden nach Wahl des Bewerbers Ende März/Anfang April (Bewerbungsschluss 28. Februar) oder Ende Mai/Juni (Bewerbungsschluss 30. April) statt.
    AufnahmeprĂĽfungen fĂĽr den C-Fernkurs und die Weiterbildung "Popularmusik in der Kirche" werden ausschlieĂźlich im Mai/Juni angeboten.
    

    Termine der AufnahmeprĂĽfungen:
    • Fr., 31.03.2017
    • Di., 30.05. - Mi., 31.05.2017

  • In der AufnahmeprĂĽfung soll sich in erster Linie zeigen, ob der Bewerber fĂĽr den kirchenmusikalischen Beruf geeignet ist. Musikalische, pädagogische und kommunikative Begabungen werden vorausgesetzt, ebenso eine gute Ausbildung in Orgel und Klavier. Die Anforderungen fĂĽr alle AufnahmeprĂĽfungen sind hier zu finden .

  • Nein, die Hochschule ist ökumenisch offen. Bewerben können sich junge Menschen, die einer Kirche angehören, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland angeschlossen ist.

  • FĂĽr Ausländer wird der Kurs Musikalische Grundausbildung fĂĽr Ausländer angeboten.

  • Das Studium ist gebĂĽhrenfrei. Es fällt lediglich eine VerwaltungsgebĂĽhr von 50,- Euro pro Semester und die GebĂĽhr fĂĽr das Semesterticket zur unbegrenzten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (Verkehrsverbund Oberelbe sowie DB-NahverkehrszĂĽge in ganz Sachsen) an.
    Für die Weiterbildung „Popularmusik in der Kirche“ gilt folgende abweichende Regelung: Die Studiengebühren betragen für Mitglieder der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens 15 € pro Studientag (ca. 500 € pro Studienjahr), für Mitglieder anderer Kirchen: 1000,- € pro Studienjahr.

    Die Regelungen fĂĽr die C-Ausbildung im Fernstudium finden Sie hier.

  • Ja. In 10 Gehminuten Entfernung befindet sich ein Wohnheim, das ausschlieĂźlich Studierenden der Hochschule fĂĽr Kirchenmusik – im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten – zur VerfĂĽgung steht.

  • Ja, eine bestandene AufnahmeprĂĽfung berechtigt nach Absprache auch zu einem Studienbeginn im Folgejahr.

  • Bei Studienbewerbern, die bereits an einer anderen kirchenmusikalischen Ausbildungsstätte studiert haben, wird eine ĂśbergangsprĂĽfung durchgefĂĽhrt (siehe Zulassungsordnung B). Welche Studien- und PrĂĽfungsleistungen anerkannt werden, wird im individuellen Beratungsgespräch entschieden.