Eignungsprüfungen

In der Eignungsprüfung soll sich zeigen, ob die Bewerberin / der Bewerber über die für den kirchenmusikalischen Beruf notwendigen musikalischen, intellektuellen, kommunikativen und pädagogischen Begabungen verfügt und musikalisch zureichend vorgebildet ist. Wie bei jedem Musikstudium ist eine gediegene Ausbildung in den instrumentalen Hauptfächern Orgel und Klavier unbedingt notwendig.

Orgelliteraturspiel:

  • Drei Orgelwerke aus unterschiedlichen Epochen; eines davon von J. S. Bach (Beispiele: D. Buxtehude: Praeludien, J.S. Bach: Orgelbüchlein, Acht kleine Präludien und Fugen,…)
  • Vorlage einer Liste der erarbeiteten Orgelstücke

Liturgisches Orgelspiel:
vorbereitet:

  • Choralbuchsatz zu einem Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch (EG)
  • Vorspiel zu diesem Choral (nur einstimmige Gesangbuchmelodie als Vorlage benutzen)
  • Fakultativ: eigene Harmonisierung zu einem Lied aus dem EG

unvorbereitet:

  • Choralbuchsatz vom Blatt
  • Intonation zu diesem Choral
  • Kadenzspiel mit Pedal in enger und weiter Lage

Klavierspiel:

  • Vortrag von zwei Werken aus verschiedenen Stilepochen
    z. B.: J. S. Bach: dreistimmige Invention | R. Schumann: „Kinderszenen“ (Auswahl)

Musiktheorie und Improvisation:

Gesang:

  • Vortrag eines Kirchen- oder Volksliedes
  • Vom-Blatt-Singen einer mittelschweren Chorstimme

Gehörbildung:

  • Intervalle, Tonleitern, Akkorde, Rhythmen

Gespräch
über biblische, kirchliche, und kirchenmusikalische Themen

Lehramt Musik an Grundschulen mit Zusatzqualifikation Kirchenmusik C

Doppelfach Musik: Lehramt Musik an Gymnasien mit zweitem Fach Kirchenmusik B

Die Anforderungen in den Fächern Orgel, Klavier, Gesang, Musiktheorie und Gehörbildung entsprechen denen, die unter https://www.hfmdd.de/studium/lehramt-musik/bewerbung-aufnahmebedingungen/ aufgeführt sind.
Hinzu kommen eine Prüfung in Liturgisch Orgel (Begleitung von Kirchenliedern), die in den Anforderungen der Eignungsprüfung für den Diplomstudiengang Kirchenmusik (B) entspricht sowie ein Gespräch über biblische, kirchliche und kirchenmusikalische Themen.

Die Diplomprüfung Kirchenmusik B kann als bestandene Eignungsprüfung gewertet werden, falls die Zensuren in den Hauptfächern Orgel, Liturgisches Orgelspiel, Chorleitung und Klavier in keinem Fall schlechter als 2,0 sind und der aus diesen Fachnoten gebildete Durchschnitt nicht schlechter als 1,7 ist. Mindestens eines der drei Fächer Chorleitung, Liturgisches Orgelspiel und Orgelliteraturspiel muss mit „sehr gut“ (1,3 oder besser) bewertet sein.

Orgelliteraturspiel:

  • Vortrag von drei Orgelwerken verschiedener Stilepochen, darunter eines von J. S. Bach
  • Liste der im B-Studiengang erarbeiteten Literatur

Liturgisches Orgelspiel:

  • Partita über einen Choral aus dem EG (3 Tage Vorbereitungszeit)
    Choralvorspiel und zwei unterschiedliche Sätze zu einem Choral aus dem EG (ohne Vorbereitungszeit)

Chor- und Orchesterleitung:

  • Dirigieren eines mittelschweren Chorwerks a cappella, eines Kantaten- oder Oratoriensatzes sowie eines Rezitativs

Klavierspiel:

  • Vortrag anspruchsvoller Literatur aus drei verschiedenen Stilepochen
    Vom-Blatt-Spiel leichterer Literatur.

Gesang:

  • Vortrag eines Kunstlieds, Volkslieds oder Chorals nach eigener Wahl; auf den Vortrag kann verzichtet werden, wenn der Diplomstudiengang Kirchenmusik (B) an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden erfolgreich abgeschlossen wurde.

Popularmusik:

  • Die Aufgabenstellung zur Begleitung eines neuen geistlichen Liedes auf dem Klavier wird mit der Einladung zur Eignungsprüfung mitgeteilt. Der Popularmusik-Prüfungsteil fließt nicht in die Gesamtbeurteilung ein, sondern dient zur Orientierung bei der Festlegung des individuellen Studienprogramms im Falle der Zulassung zum Studium. Auf diesen Prüfungsteil kann bei Bewerbern verzichtet werden, die aus dem vorangegangenen BStudium eine benotete und bestandene Prüfungsleistung in „Popularmusik“, „Jazz/Rock/Pop“ oder „Gemeindepraktisches Klavierspiel“ nachweisen können.

Gespräch
in dem festgestellt wird, ob der Bewerber über die notwendigen intellektuellen, kommunikativen und pädagogischen Voraussetzungen verfügt.

In der Diplomprüfung (B) erbrachte Leistungen können als Bestandteile der Eignungsprüfung gewertet werden.

Aufbaustudium Chorleitung:

  • 30 Minuten Chorprobe mit einer 2 Wochen vorher gestellten Aufgabe
  • Vom-Blatt-Singen und Gehörprüfung mündlich
  • Partiturspiel (15 Min. Vorbereitungszeit)
  • Sologesang (Vortrag zweier in Stil und Genre unterschiedlicher Stücke eigener Wahl), Sprechen eines selbst gewählten Textes
  • Kolloquium über chorische Stimmbildung, Chorliteratur und Methodik der Chorarbeit

Aufbaustudium Orgelliteraturspiel:

  • Vortrag von Orgelwerken aus vier Stilepochen, Dauer 30 Minuten

Aufbaustudium Orgelimprovisation:

  • Vortrag von zwei Orgelwerken aus unterschiedlichen Stilepochen
  • eine vorbereitete und eine unvorbereitete Improvisation (je eine Improvisation frei / cantus-firmus-gebunden, unterschiedliche Stilrichtungen)

Aufbaustudium Cembalo:

  • Stichproben aus einem Konzertprogramm aus drei Werken aus verschiedenen Epochen:
    16./17. Jahrhundert, J. S. Bach, Empfindsamkeit/Klassik

Direkt- oder Fernstudium

  • Orgelspiel: Begleitung von Kirchenliedern, Vortrag von drei Orgelwerken aus verschieden Stilepochen (darunter eines von J. S. Bach)
  • Klavierspiel: Vortrag von zwei Werken aus verschiedenen Stilepochen
    z. B.: J. S. Bach: zweistimmige Invention | L. v. Beethoven: Sonatine F-Dur, 1. Satz
  • Musiktheorie und Improvisation: Kadenzen, Liedbegleitung, einfache Improvisationsmodelle
  • Gesang: Vortrag eines Kirchen- oder Volksliedes, Vom-Blatt-Singen einer leichten Chorstimme
  • Gehörbildung: Intervalle, Tonleitern, Akkorde, Rhythmen
  • Gespräch über biblische, kirchliche, und kirchenmusikalische Themen

 

Bachelor of Education – Evangelische Religionspädagogik mit musikalischem Profil

Die Eignungsprüfung findet in der Hochschule für Kirchenmusik Dresden statt.

Inhalte:

  • Offenes Gruppengespräch
    Gespräch unter den Bewerbern von maximal 60 Minuten Dauer auf einen freien Impuls der Gesprächsleitung (Mitglied der Kommission)
  • Kommunikatives Musizieren
    5- bis 10-minütige Anleitung einer Gruppe zum gemeinsamen Singen, Musizieren und/oder Bewegen/Tanzen nach Wahl des Bewerbers ohne Verwendung von Noten- und Textvorlagen; die voraussichtliche Gruppenstruktur wird den Bewerbern ca. 2 Wochen vor der Eignungsprüfung mitgeteilt.
  • Musikalische Grundkenntnisse und -fähigkeiten
    Gehör, Vom-Blatt-Singen einer leichten Chorstimme, elementare Kenntnisse in Musiklehre, Improvisation
  • Singen und Sprechen
    Vortrag eines Liedes in beliebiger Stilistik a cappella oder mit eigener Instrumentalbegleitung sowie eines gesprochenen Textes
  • Klavierspiel
    Vortrag zweier Stücke oder Sätze (Schwierigkeitsgrad: leichte Sonatinen der Wiener Klassik, zweistimmige Inventionen von J. S. Bach); eines der Stücke kann durch eine eigene Improvisation in beliebiger Stilistik ersetzt werden.
  • Orgelspiel
    Begleitung zweier Kirchenlieder (eines davon vorbereitet) und Vortrag zweier Stücke oder Sätze unterschiedlicher Stilistik (Schwierigkeitsgrad: Achtzig Choralvorspiele deutscher Meister des 17. und 18. Jahrhunderts herausgegeben von H. Keller, Choralvorspiele op. 135a von M. Reger)

Hauptfach Keyboard/Klavier oder Gitarre:

vorbereitet:

  • ein Literaturstück aus den Stilbereichen Spiritual, Blues oder Pop
  • eine eigene Bearbeitung aus den oben genannten Stilbereichen
  • eine weitere Bearbeitung nach Aufgabenstellung durch die Hochschule. Die Aufgabenstellung erhalten Sie zusammen mit dem Termin Ihrer Eignungsprüfung.

ohne Vorbereitung:

  • Erarbeitung einer einfachen Begleitung nach lead sheet
  • Kadenzspiel in unterschiedlichen Tonarten
  • Blattspiel
  • Einfache Melodiephrasen unterschiedlicher Stilistik
  • Einfache Melodieimprovisation

Nebenfach Keyboard/Klavier oder Gitarre:

  • Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
  • Auf Antrag kann eine Eignungsprüfung im instrumentalen Nebenfach erfolgen.
  • Gesang/Liedbegleitung
  • Vortrag eines aus drei zur Auswahl stehenden vorbereiteten Liedern mit eigener Begleitung (Klavier oder Gitarre)

Rhythmik/Gehörbildung/Musiktheorie

  • Nachklatschen, Phrasenklatschen
  • Hören von Intervallen und Akkorden (Grundton singen)
  • Erkennen einfacher Akkordverbindungen
  • Musiktheoretische Grundkenntnisse (Quintenzirkel, Dur-Moll-System, Haupt- und Nebenakkorde).

auf Anfrage, Zulassung in Zusammenarbeit mit den Finanzierungsträgern

Voraussetzungen:

  • Entsendung durch die Heimatkirche
  • Kenntnis der deutschen Sprache
    Die Beherrschung der deutschen Sprache muss durch das Abschlusszeugnis eines entsprechenden Kurses bei einem Goethe-Institut oder einer vergleichbaren Einrichtung nachgewiesen werden. Die für einen Hochschulzugang in Deutschland zertifizierten Anforderungen werden nicht erhoben; es muss aber gesichert sein, dass die vorhandenen Sprachkenntnisse ein sinnvolles Studium ermöglichen. Deshalb wird ein objektives Zeugnis gefordert.
  • Musikalische Vorbildung
    Die musikalische Vorbildung ist in einer Eignungsprüfung nachzuweisen. Da man nicht in allen Fällen erwarten kann, dass die Studieninteressenten dazu nach Dresden reisen, kann die Durchführung der Aufnahmeprüfung an eine Kirchenmusikerin / einen Kirchenmusiker mit Hochschulabschluss delegiert werden, die oder der Gelegenheit hat, sie im Herkunftsland abzunehmen.

An musikalischen Vorkenntnissen wird erwartet:

Klavier: insgesamt zwei Stücke aus

  • den zweistimmigen Inventionen von J. S. Bach
  • dem Album für die Jugend von R. Schumann
  • dem Mikrokosmos (ab Band III) von B. Bartók

Klavier bzw. Orgel manualiter:

  • Spielen von Chorälen in drei- und vierstimmigen Sätzen einer vorgegebenen Sammlung

Gesang:

  • Singen von Chorälen
  • Singen aller Stimmen in Kantionalsätzen (nach 15 min Vorbereitung)
  • Singen eines Kanons im mehrstimmigen Zusammenklang, wobei die Kandidatin / der Kandidat eine Stimme allein singt

Musiktheorie/Gehörbildung:

  • Kenntnis der Intervalle (aktiv und passiv)
  • Kenntnis des Quintenzirkels
  • Lesen, Hören und Benennen von Dreiklängen
  • Dur- und Moll-Kadenzen
  • Nachsingen von Tonfolgen
  • Rhythmen bis zu drei Ebenen (Viertel, Achtel, Sechzehntel, Triolen) nach Vorlage darstellen und nach Diktat aufschreiben

Termine der Eignungsprüfungen:


  • Mo., 20.08.2018
    nur Kirchenmusik C, Bewerbungsfrist: 16.07.2018