Neues Profil B Jazz/Rock/Pop

Neu ab Wintersemester 2026-27: Diplom-Studiengang Kirchenmusik B, Profil Jazz/Rock/Pop

Hier finden Sie erste Informationen zur Konzeption und Zielrichtung unseres neuen Studienprofils Jazz/Rock/Pop innerhalb des Diplom-Studiengangs Kirchenmusik B. Wenn Sie mehr wissen möchten, können Sie sich jederzeit per Mail oder telefonisch zur Studienberatung anmelden, die persönlich, telefonisch oder online durchgeführt werden kann. Außerdem können Sie sich beim „Tag der offenen Tür“ informieren. Nächster Termin ist Donnerstag, 14. Januar 2027.

Mit dem Profil „Jazz/Rock/Pop“ (JRP) innerhalb des Diplomstudiengangs Kirchenmusik B möchten wir vor allem junge Menschen ansprechen, die in ihren Kirchgemeinden im Lobpreis, in Gospelchören und Bands aktiv sind und die in christlicher Popularmusik ein großes Potential für die Verkündigung der frohen Botschaft sehen.

Wie bei allen künstlerischen Studiengängen wird neben der allgemeinen Hochschulreife das Bestehen einer Eignungsprüfung erwartet. Diese umfasst Klavierspiel (Klassik und Jazz/Rock/Pop einschließlich Improvisation), den Nachweis einer gesunden, belastbaren Stimme, Grundkenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung sowie ein Gespräch zu Fragen der persönlichen Motivation, des Gesangbuchs und des kirchlichen Lebens. Anders als im Profil „Klassik“ werden keine Fähigkeiten im Orgelspiel vorausgesetzt.

Ein großer Teil des Studiums findet im Einzel- oder Kleingruppenunterricht statt. Die Entwicklung künstlerischer und pädagogischer Fähigkeiten steht – anders als bei wissenschaftlichen Studiengängen – im Mittelpunkt. Neben dem künstlerischen Hauptfach Klavier (überwiegend Jazz/Rock/Pop) erfolgt die künstlerische Ausbildung in Gesang, Gitarre, Schlagzeug und Chorleitung (Schwerpunkt JRP). Ergänzend treten u. a. theologische Fächer, Orchesterleitung, Kinderchorleitung, Partiturspiel, Musiktheorie, Gehörbildung und Musikgeschichte hinzu, wobei der Fokus in den vier letztgenannten Fächern ebenfalls auf JRP liegt.

Es sind keine prinzipiellen, sondern graduelle Unterschiede. Auch das „klassische“ Kirchenmusikstudium bezieht Inhalte des JRP ein. Der wichtigste Unterschied ist die geringere Wichtigkeit und Wertigkeit des Orgelspiels im Profil JRP. Ziel ist es, dass Absolventinnen und Absolventen des neuen Profils einen normalen Sonntagsgottesdienst an der Orgel mindestens auf „C-Niveau“ begleiten können. Die im Bereich Orgel gegenüber dem klassischen Profil eingesparten Unterrichtsstunden kommen vor allem „Gitarre“ und „Schlagzeug“ zugute.

Die studierten Fächer sind zum großen Teil identisch, die Schwerpunktsetzungen unterschiedlich. Am Beispiel „Gesang“: Studierende des Profils JRP lernen Grundlagen des klassischen Gesangs kennen, bevor sie sich auf JRP-Gesang spezialisieren. Umgekehrt können auch Studierende des Profils Klassik einen Ausflug in die Welt des JRP-Gesangs machen. Kirchenmusik – von der Gregorianik über Bach und Romantik bis zu experimentellen Formen der Gegenwart auf der einen oder Lobpreisliedern auf der anderen Seite – ist so vielfältig wie die Musik im Allgemeinen. Mit der Einführung des zusätzlichen Studienprofils versuchen wir, dieser Vielfalt näher zu kommen und Studierenden dabei zu helfen, ihre persönlichen Stärken weiter zu entwickeln, sich aber auch in anderen Genres zu Hause zu fühlen.
Übrigens sind die Profile durchlässig: Man kann nach vier Semestern und dem Bestehen einer Übergangsprüfung einmalig vom Profil Klassik in das Profil JRP oder umgekehrt wechseln.

Es handelt sich bei dem Profil JRP nicht um einen neuen Studiengang, sondern um eines von zwei Profilen innerhalb des bestehenden Diplomstudiengangs Kirchenmusik B. Absolventinnen und Absolventen beider Profile können sich somit um jede hauptamtliche B-Kirchenmusikstelle (Bachelor- oder Diplomabschluss) bewerben. Wie bei jeder Bewerbung muss geprüft werden, ob die Anforderungen des Stellenprofils und die Qualifikation der Bewerberin bzw. des Bewerbers gut zusammenpassen. Eine typische, aber nicht die einzige Einsatzmöglichkeit in unserer Landeskirche für Absolventinnen und Absolventen des neuen Profils sind die sogenannten KJB-Stellen, also Kantorenstellen, die eine besondere Beauftragung im Bereich „Kinder/Jugend/Bildung“ beinhalten.