Nachrichten

Lehrauftrag Musikgeschichte

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ab dem Wintersemester 2020-21 ein Lehrauftrag für Musikgeschichte im Umfang von ca. zwei Stunden/Woche neu zu vergeben.

Ihre Aufgaben:

  • überblicksartige Lehrveranstaltung zur Musikgeschichte von der Gregorianik bis zur Gegenwart für Studierende des Diplom-Studiengangs Kirchenmusik B sowie der C-Ausbildung

Unsere Wünsche zu Ihrer Qualifikation:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium Musikwissenschaft oder eines musikpädagogischen Studiengangs
  • abgeschlossene oder zumindest bereits begonnene Promotion in Musikwissenschaft

Voraussetzung ist außerdem die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Prof. Matthias Drude,
Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0
E-Mail: matthias.drudeevlks.de

Es ist vorgesehen, bis zu drei Bewerberinnen/Bewerber zu einer Lehrprobe am Montag, 4. Mai 2020 einzuladen.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 1. April 2020 (Datum des Poststempels)  an den Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden.

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Weiterbildung „Popularmusik in der Kirche“ – neuer Kurs

Professionelles Leiten von Pop- und Gospelchören, groovige Klavier- und Gitarrenbegleitung sowie kreative Improvisation. Dies und vieles mehr sind die Ausbildungsziele des im Herbst 2020 beginnenden zehnten Weiterbildungskurses Popularmusik in der Kirche an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.

Ein Muss für alle hauptamtlichen Kirchenmusiker sowie ehrenamtlichen Chorleiter und Bandmusiker.

Es unterrichten Dozenten, die fest in der Praxis stehen. Interessante Blockseminare hochkarätiger Gastdozenten sind attraktive Ausbildungsergänzungen.

Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2020.

detaillierte Informationen

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Lehrauftrag Musikgeschichte

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ab dem Sommersemester 2020 ein Lehrauftrag für Musikgeschichte im Umfang von ca. zwei Stunden/Woche neu zu vergeben.

Ihre Aufgaben:
– Überblicksartige Lehrveranstaltung zur Musikgeschichte von der Gregorianik bis zur Gegenwart für Studierende des Diplom-Studiengangs Kirchenmusik B sowie der C-Ausbildung.

Unsere Wünsche zu Ihrer Qualifikation:
– Abgeschlossenes Hochschulstudium Musikwissenschaft oder eines musikpädagogischen Studiengangs.
– Abgeschlossene oder zumindest bereits begonnene Promotion in Musikwissenschaft.

Voraussetzung ist außerdem die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Kontakt: Prof. Matthias Drude, Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0, E-Mail: matthias.drudeevlks.de.

Es ist vorgesehen, bis zu drei Bewerberinnen/Bewerber zu einer Lehrprobe am Freitag, 24. Januar einzuladen.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum
3. Januar 2020 (Datum des Poststempels) an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Landeskirchenmusiktage 2019

Die Hochschule für Kirchenmusik Dresden hat vom 23. bis zum 27. Oktober 2019 ihr 70-jähriges Bestehen im Rahmen der Landeskirchenmusiktage in Dresden gefeiert.
Höhepunkte des Programms waren das gemeinsame Konzert der Chöre der Hochschulen für Kirchenmusik Halle und Dresden mit Vertonungen des 23. Psalms sowie die Vesper mit der Aufführung der Missa solennelle von Hector Berlioz durch den Chor der Teilnehmer der Landeskirchenmusiktage. Darüber hinaus gab es zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten in musikalischen Gottesdiensten und Andachten, einem vielfältiges Seminarangebot und zum Abend der Begegnung.
Ausführliche Rückblicke gibt es auf der Homepage der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und in der Sonderausgabe Klanggut.

 

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Landtagswahl 2019

Kommentar der Studierenden der HfK Dresden zu aktuellen politischen Entwicklungen im Hinblick auf die Landtagswahlen 2019

Nur wenige Menschen auf der Welt haben das Privileg, über die Zukunft ihres Landes so mitbestimmen zu können wie wir.

Dieses Privileg bringt die Verantwortung mit sich, sich vor entscheidenden Wahlen, wie sie im Herbst im Freistaat anstehen, genau zu informieren und wohlüberlegt zu entscheiden. Niemand sollte sich und seine Überzeugungen von Meinungsmache oder Populismus beeinflussen lassen.

Mit großer Sorge und etwas Angst sehen wir als junge Christen und zukünftige Musiker im Kirchendienst auf die bedenklichen Tendenzen, die sich in Sachsen, Deutschland und der gesamten Europäischen Union einen Weg bahnen. Durch eine gezielt auf Provokation ausgerichtete Strategie schafft es die AfD, auch in Kirchenkreisen viele Sympathisanten und Wähler für sich zu gewinnen. Die Partei erhebt in einigen Aussagen geradezu einen exklusiven Anspruch auf das Christentum als Teil der abendländischen Kultur, stellt die Einwanderungswelle als beinahe apokalyptischen Zustand hin. Dass dieselbe Partei mittlerweile auch im Bundestag mit rechtsradikalen Kräften konform geht und sich – insbesondere in Dresden – mit Gruppierungen auf die Straße stellt, deren Parolen christlichen Wertevorstellungen zutiefst widersprechen, können und wollen wir als Teil der Kirche nicht unkommentiert lassen.

Wir möchten auch in Zukunft in einem Land leben, in dem Nächstenliebe über Hautfarbe oder Herkunft steht, in dem man seinen Glauben ausleben und seine Meinung äußern darf, in dem die Kunstfreiheit geachtet wird und in dem man alles daran setzt, die Schöpfung für kommende Generationen zu bewahren. In den 96 Seiten Wahlprogramm der AfD findet sich in unseren Augen nichts Christliches, auch keine so propagierte „Schnittmenge“ mit christlichen Überzeugungen. Ihre Verantwortlichen schüren Misstrauen, Ängste und Hass – sie treiben Keile zwischen Menschen, wo Christen Nächstenliebe und Offenheit walten lassen und der Abgrenzung in jede Richtung ein Ende bereiten sollten.

Wir möchten deshalb alle Christen in unserem Land, alle Mitarbeiter der Landeskirche und alle Politiker aufrufen, sich noch stärker als bisher für christliche sowie demokratische Werte einzusetzen. Wir ersuchen jeden Einzelnen, wachsam zu entscheiden und verantwortungsbewusst ein Kreuz zu setzen.
Vor allem jedoch möchten wir dazu aufrufen, sich selbst aktiv für all jenes einzusetzen, die Gespräche und den Diskurs miteinander niemals versiegen zu lassen, offen für Toleranz, Nächstenliebe und Freiheit einzustehen und diese Werte mit aller Kraft zu verteidigen.

Die Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik Dresden

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Dieter Schubert †

BLACKBIRD
fly into the light of the dark black night.

Es war sein Lied. Keiner konnte diese wunderschöne Melodie, die Ende der sechziger Jahre zur Hymne der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA wurde, so einfühlsam singen und genial auf der Gitarre begleiten wie er.
Hallelujah!

Wir Studierenden, Mitarbeiter und Dozenten der Hochschule für Kirchenmusik Dresden trauern um unseren langjährigen Dozenten, Kollegen und lieben Freund Dieter Schubert, der am 21. Mai 2019 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben ist.
Wir verlieren aus unserer Mitte einen Vollblutmusiker, dessen professioneller, mit viel Liebe zum musikalischen Detail gestalteter und immer von einer freundlichen Atmosphäre geprägter Unterricht von seinen Studierenden und Kollegen stets geschätzt und geachtet wurde.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 07. Juni, 11.00 Uhr in der Lutherkirche Freital-Döhlen (Lutherstr. 33) statt.

Losung für Dienstag, 21. Mai 2019:
In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
Psalm 31,6

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Neue Professoren an der Hochschule für Kirchenmusik

Die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hat als neue Professoren (jeweils 50% Beschäftigungsumfang, zunächst befristet auf zwei Jahre) Barbara Christina Steude für die Leitung der Fachgruppe Gesang (Nachfolge Prof. Gertrud Günther) und Michael Schütze für die Leitung der Fachgruppe Klavier (Nachfolge Prof. Sabine Bräutigam) zum 1. September 2019 berufen.

Barbara Christina Steude studierte Kirchenmusik, im Anschluss Gesang und Gesangspädagogik bei Kammersängerin Elisabeth Wilke in Dresden. Ihr besonderes Interesse gilt neben der Musikpflege Johann Sebastian Bachs der vokalen Kammermusik. Sie nimmt regelmäßig solistische Verpflichtungen im Bereich der Kirchenmusik wahr und arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen.
Auslandsgastspiele führten sie u.a. nach Frankreich, Luxemburg, Tschechien, Österreich, der Schweiz und Asien. Sie wirkt als Honorardozentin im Fach Gesang an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle sowie als Stimmbildnerin beim Knabenchor am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden.
Prof. Michael Schütze studierte an der Hochschule für Musik Dresden Klavier und Liedbegleitung. Seine Konzerttätigkeit als Solist, Liedpianist, Begleiter verschiedener Chöre, Organist und Continuo-Spieler führte ihn in internationale Musikzentren. Regelmäßig wird er als offizieller Begleiter für bedeutende Gesangswettbewerbe verpflichtet. Er lehrt als Korrepetitior an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und ist gern gesehener Gastdozent mehrerer namhafter Universitäten in den USA.

 

 

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Haus B, Chorsaal, Haus A
Landeskirchenmusiktage 2019

Die Hochschule für Kirchenmusik Dresden feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass finden vom 23. bis zum 27. Oktober 2019 Landeskirchenmusiktage in Dresden statt.
Das Programm bietet neben musikalischen Gottesdiensten und Andachten sowie herausragenden Konzerten ein vielfältiges Seminarangebot, einen großen Projektchor und Möglichkeiten der Begegnung. Unser Hochschulchor wird ein gemeinsames Konzert mit dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Halle gestalten und viele unserer Dozentinnen und Dozenten wirken im Programm aktiv mit.
Alle an Kirchenmusik Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Rückblick

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Vortragsreihe Musik und Theologie




Die am 1. November 2018 beginnende Vortragsreihe „Musik und Theologie“ wird gemeinsam veranstaltet von der Katholischen Akademie des Bistums Dresden – Meißen, dem Haus der Kirche Dresden und der Hochschule für Kirchenmusik. Insgesamt 8 Vortragsabende finden jeweils donnerstags um 19.00 Uhr im Chorsaal der Hochschule für Kirchenmusik statt.

Welche geistlichen Dimensionen hat Musik? Wie werden theologische Inhalte und Fragestellungen durch Musik interpretiert und erfahrbar? Die acht Vorträge gehen dieser Frage anhand konkreter musikalischer Werke nach. Im Ganzen ergibt sich so ein Blick auf ganz verschiedene Aspekte von Musik und Theologie. Die Vorträge mit Musikbeispielen münden in eine offene Runde für Rückfragen und Diskussion.

Der Eintritt ist frei.

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Ausschreibung Professur für Gesang

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden ist zum 01.09.2019 die
Professur für Gesang
(50% im Angestelltenverhältnis zunächst befristet bis zum 31.08.2021, Entgeltgruppe 14 KDVO Sachsen)
zu besetzen.

Wir suchen eine künstlerisch profilierte und pädagogisch engagierte Persönlichkeit, die Freude an der Ausbildung junger Menschen hat und Kirchenmusik als wesentlichen Bestandteil christlicher Verkündigung begreift.

Ihre Aufgaben:

  • Leitung und konzeptionelle Arbeit der Fachgruppe Gesang
  • Einzelunterricht Gesang und Gruppenunterricht Stimmphysiologie und Chorische Stimmbildung in den Diplomstudiengängen Kirchenmusik B und A sowie im Aufbaustudiengang Chorleitung
  • stimmbildnerische Begleitung der jährlichen Chorreise

Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Gesangsstudium
  • Umfangreiche Erfahrungen als Konzertsänger/in, besonders im kirchenmusikalischen Bereich
  • Lehrerfahrungen im Hochschulbereich
  • Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD

Sie erwartet
ein engagiertes Dozententeam, das den Studierenden als künftigen Mitarbeitenden im kirchlichen Verkündigungsdienst eine hohe künstlerische und pädagogische Qualifikation sowie ausgeprägte Sprach- und Ausdrucksfähigkeit der christlichen Glaubensüberzeugungen vermittelt.

Die persönliche Vorstellung der eingeladenen Bewerber/innen ist am 7. Januar 2019 geplant.
Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Kontakt: Rektor Prof. Stephan Lennig, Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0
E-Mail: kirchenmusik-dresdenevlks.de

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 15. Oktober 2018 an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Ausschreibung Klavierprofessur

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden ist zum 01.09.2019 die
Professur für Klavier
(50% im Angestelltenverhältnis zunächst befristet bis zum 31.08.2021, Entgeltgruppe 14 KDVO Sachsen)
zu besetzen.

Wir suchen eine künstlerisch profilierte und pädagogisch engagierte Persönlichkeit, die Freude an der Ausbildung junger Menschen hat und Kirchenmusik als wesentlichen Bestandteil christlicher Verkündigung begreift.

Ihre Aufgaben:

  • Leitung und konzeptionelle Arbeit der Fachgruppe Klavier
  • Einzelunterricht Klavier in den Diplomstudiengängen Kirchenmusik B und A sowie ggf. in den Aufbaustudiengängen Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation
  • Betreuung von Kammermusikprojekten

Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Klavierstudium
  • Umfangreiche Erfahrungen als Pianist solistisch und als Kammermusikpartner
  • Lehrerfahrung im Hochschulbereich
  • Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD

Sie erwartet
ein engagiertes Dozententeam, das den Studierenden als künftigen Mitarbeitenden im kirchlichen Verkündigungsdienst eine hohe künstlerische und pädagogische Qualifikation sowie ausgeprägte Sprach- und Ausdrucksfähigkeit der christlichen Glaubensüberzeugungen vermittelt.

Die persönliche Vorstellung der eingeladenen Bewerber/innen ist am 8. Januar 2019 geplant.
Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Kontakt: Rektor Prof. Stephan Lennig, Tel. (über Sekretariat): 0351 318640
E-Mail: kirchenmusik-dresdenevlks.de

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 15. Oktober 2018 an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Kirchenmusik C – Schwerpunkt Jazz-Rock-Pop

Neu in der C-Ausbildung ab Wintersemester 2018:

Kirchenmusik C – Schwerpunkt Jazz-Rock-Pop (C/Swp JRP)

Diese neue Schwerpunktausbildung ersetzt die bisherige C-Ausbildung mit Vertiefung Popularmusik. Inhalte des Jazz-Rock-Pop-Bereichs (Pop-/Gospelchorleitung, Bandarbeit, JRP-Klavier und JRP-Gesang) werden noch stärker als bisher in den Fokus genommen. Dafür wurde Freiraum geschaffen durch ein etwas reduziertes Maß an sogenannten „klassischen“ Inhalten (Chorleitung, Bläserarbeit, Orgel).

Beachten Sie dazu die weiteren Hinweise sowie den gesonderten Termin der Eignungsprüfung für C am 20.08.2018. (Bewerbungsfrist: 16.07.2018)

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Christfried Brödel zum 70. Geburtstag

Am 17. Dezember 2017 jährt sich zum 70. Mal der Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel, langjähriger Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Erst 1984, nach erfolgreicher Promotion in Mathematik und Jahren der Berufstätigkeit als Mathematiker, legte Christfried Brödel sein Examen als Kirchenmusiker ohne vorheriges Studium ab und wurde noch im gleichen Jahr zum Landessingwart der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens berufen. Nach dem Tod Wolfram Zöllners übernahm er 1988 die Leitung der damaligen Kirchenmusikschule Dresden, die er zusammen mit der Chorleitungsprofessur an der 1992 zur Hochschule in kirchlicher Trägerschaft umgewandelten Ausbildungsstätte bis zu seinem Ruhestand 2013 innehatte.

Bekannt ist Christfried Brödel vor allem durch sein Engagement für zeitgenössische Kirchenmusik geworden. Mit dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik, der Meißner Kantorei 1961 und dem Solistenensemble vocal modern hat er zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer geistlicher Musik gestaltet, z. B. von Volker Bräutigam, Matthias Drude, Jörg Herchet, Günter Neubert und Manfred Weiss. Ebenso setzt sich der 1994 mit der Ehrendoktorwürde und 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz Ausgezeichnete aber für einen differenzierten und lebendigen Vortrag Alter Musik auch mit Laienchören ein. Dieses Anliegen verfolgte der Vorsitzende der Neuen Bach-Gesellschaft u. a. als Kursleiter von zahlreichen Bach-Akademien in Rumänien und der Ukraine sowie Schütz-Wochen in Südafrika.

Christfried Brödel war Kultursenator des Freistaats Sachsen, Vizepräsident der „Konferenz der Leiter der kirchlichen und staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren in der EKD“ und ist seit 2013 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. In Anerkennung seiner Verdienste um das sächsische Musikleben als Dirigent und als Pädagoge erhielt er 2006 die „Johann-Walter-Plakette“ des Sächsischen Musikrats.
Auch im Ruhestand ist Christfried Brödel noch als Dirigent, Lehrer und Autor tätig.

Sein Abschlusskonzert als Leiter der Meißner Kantorei mit Werken von Siegfried Reda, Wilfried Krätzschmar sowie Advents- und Weihnachtsliedbearbeitungen des Barock und der Romantik gibt er am Samstag, 16. Dezember 2017, 17:00 Uhr in der Dreikönigskirche Dresden.

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KMD Dr. Christoph Albrecht verstorben

Am 24. September 2016 ist Dr. Christoph Albrecht, ein profilierter, hoch verdienstvoller Kirchenmusiker, von uns gegangen.

1930 geboren, wuchs er in Salzwedel auf, wo er bereits im Alter von 13 Jahren den Organistendienst an der Kirche St. Marien übernahm. Nach einem Studium der Kirchenmusik und Theologie in Halle sowie privatem Orgelunterricht bei Thomaskantor Günther Ramin war er ab 1953 als Domkantor in Naumburg, zugleich als Dozent an der Kirchenmusikschule Halle tätig.

In den beiden Fächern Kirchenmusik und Theologie durch A-Prüfung und Promotion zum Dr. theol. bestens qualifiziert, wurde er 1960 zum Direktor zur Kirchenmusikschule Dresden berufen. Diese Stelle war damals mit dem Kantorat der Dresdner Versöhnungskirche verbunden. 1976 wechselte Albrecht als Kantor und Organist an die Kirche St. Marien in Berlin. Diese Stelle hatte er bis 1992 inne.

Albrecht erreichte seine größte Bekanntheit durch sein herausragendes Orgelspiel. Er gehörte seit den 1960er Jahren zu den international gefragten deutschen Organisten und konzertierte u. a. in Schweden, den Niederlanden und den USA. Im Rahmen der von der DDR-Schallplattenfirma ETERNA unternommenen Einspielung der Bachschen Orgelwerke auf Silbermannorgeln wurden ihm die Interpretation des Dritten Teils der Clavier-Übung sowie der Canonischen Veränderungen über ‚Vom Himmel hoch’ auf der großen Orgel des Freiberger Doms übertragen. Noch Jahre später erinnern sich Beteiligte an die Aufnahme des Es-Dur-Präludiums BWV 552. Albrecht spielte das Werk auf Anhieb so gut, so dass man danach lediglich „zur Sicherheit“ noch einen weiteren Durchlauf aufnahm.[nbsp]

Albrechts Bedeutung erschöpft sich jedoch keineswegs in seinem Virtuosentum als Organist. Für ihn waren Gottesdienstgestaltung und die Arbeit mit musikalischen Gemeindegruppen wichtige Komponenten seiner Kantorentätigkeit. Der Vorbereitung des Orgelspiels im wöchentlichen Gottesdienst widmete er trotz seiner vielen Aufgaben stets mindestens eine Stunde. Als Chorleiter und Dirigent führte er zahlreiche große Werke alter, romantischer und zeitgenössischer Musik auf. Die Werke Bachs bildeten dabei einen durchgängigen cantus firmus.

An der Dresdner Kirchenmusikschule gehörte zu seien Aufgaben auch die Ausbildung in Liturgik und Hymnologie. Im Zusammenhang damit entstanden kurzgefasste Lehrbücher dieser beiden Fächer, die auch heute noch mit Gewinn verwendet werden. Durch ein dem damaligen Kenntnisstand entsprechendes Buch über Interpretationsfragen beteiligte sich Albrecht reflektierend und mit klaren Positionen am aufführungspraktischen Diskurs. Ein bleibendes Verdienst erwarb er durch die von ihm besorgte Neuausgabe der Orgelwerke D. Buxtehudes.

Schließlich muss der Komponist Christoph Albrecht gewürdigt werden. Aus seiner Feder liegen eine Reihe von Orgel- und Chorkompositionen vor, wobei letztere für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt sind. Sie nehmen Rücksicht auf das Leistungsvermögen der Kirchenchöre und sprechen dennoch eine eigene, moderne und nie belanglose Sprache. Seine Sammlung von Evangelienmotetten („Gesungenes Evangelium“, Strube-Verlag VS 6389) für jeden Sonntag des Kirchenjahrs eignet sich sehr gut für die liturgische Praxis, wenn auch eine strukturbetonte, strenge Klanglichkeit manchen heutigen, an populärer Musik orientierten Hörerwartungen nicht entspricht.

Albrecht vertrat kompromisslos die Positionen, die er als für sich maßgeblich erkannt hatte. Dies zeigte sich auch in der Auseinandersetzung um die Einführung neuer geistlicher Lieder und popularmusikalischer Formen in das gottesdienstliche Musizieren. Albrecht – und mit ihm die damalige Dozentenschaft der Dresdner Kirchenmusikschule – hielt es nicht für möglich, entsprechende Ausbildungsinhalte in das klassische Kirchenmusikstudium zu integrieren. Dem stand der in einem Synodalbeschluss fixierte Wille der Landeskirche zur Einbeziehung der Jugendmusik in die gemeindliche Praxis entgegen. Diese Situation führte dazu, dass Dr. Christoph Albrecht 1976 die Leitung der Kirchenmusikschule niederlegte und als Kantor und Organist an die Berliner Marienkirche ging, wo er bis zu seiner Emeritierung erfolgreich wirkte.

Christoph Albrecht war eine herausragende Persönlichkeit, die durch ihr künstlerisches und pädagogisches Wirken eine ganze Generation von Kirchenmusikern geprägt hat.

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