Nachrichten

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Open Psalter

Im Rahmen des Projektes „Open Psalter“ hat der Hochschulchor die Vertonung des Psalm 68 aus dem Becker-Psalter von Heinrich Schütz aufgenommen:
www.open-psalter.de
YouTube

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Popularmusik: Jubiläen 2022

2022 feiert die Hochschule für Kirchenmusik Dresden zwei Jubiläen in Zusammenhang mit Popularmusik: 25 Jahre Popularmusik im Studium und 20 Jahre Weiterbildung Popularmusik. Im Rahmen dieser Jubiläen finden verschiedene Veranstaltungen und Workshops statt.
Popularmusik – Jubiläen 2022

Fr, 18.11.2022: 15.30 bis 20.30 Uhr Versöhnungskirche Dresden
SYMPOSIUM | BEGEGNUNG | KONZERT
Auf dem Weg zu einen neuen Gesangbuch:
Was ist ein gutes neues Lied?
Flyer & Anmeldung

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Lehrauftrag Pädagogik/Psychologie

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ab dem Wintersemester 2022/2023 ein Lehrauftrag für

Pädagogik/Psychologie

im Umfang von 1,5 Stunden pro Woche zu vergeben.

Ihre Aufgaben:

  • Überblicksartige Lehrveranstaltung zu den Grundlagen der Pädagogik und Psychologie für Studierende der Diplomstudiengänge Kirchenmusik A und B mit ungefähr folgenden Inhalten:
    • Einführung in die Psychologie, Wahrnehmungsprozess am Beispiel des Hörens, Soziale Wahrnehmung, Psychologie des Lernens, Gedächtnis, motivationale und emotionale Prozesse des Lernens
    • Grundlagen der menschlichen Entwicklung über die Lebensspanne, der Mensch unter Menschen – Phänomene in Gruppen, Einstellungen und Einstellungsänderung, Psychologie der menschlichen Kommunikation
    • Einführung in die Persönlichkeitspsychologie: Individuelle Unterschiede am Beispiel des Konstruktes Kreativität, Grundlagen der Pädagogik & Musikpädagogik

Unsere Wünsche zu Ihrer Qualifikation:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium Pädagogik oder Psychologie
  • Abgeschlossene oder zumindest bereits begonnene Promotion in Pädagogik oder Psychologie

Voraussetzung ist außerdem die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche.

Das Honorar beträgt 70 € pro Vorlesungstermin von 90 Minuten.

 

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Kontakt: Prof. Matthias Drude, Telefon (über Sekretariat): 03 51/3 18 64-0, E-Mail: matthias.drudeevlks.de

 

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte per E-Mail bis zum 7. September 2022 an die Hochschule für Kirchenmusik (kirchenmusik-dresdenevlks.de).

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| Foto: Fam. Schöne privat
Siegfried Pritsche †

Wir mussten Abschied nehmen von unserem Kollegen Siegfried Pritsche. Er verstarb am 2. Juni 2022 im Alter von 89 Jahren.
Er war Kirchenmusiker an der St. Markus-Kirche Dresden-Pieschen und liebte seine dortige Eule-Orgel von1888.
Von 1983 bis 2000 unterrichtete er als Orgeldozent an unserer Hochschule.
Viele Studierende, die jetzt in unserer Landeskirche als Kirchenmusiker tätig sind, gingen in diesen 17 Jahren durch seine Hände und erhielten von ihm ihr Rüstzeug für ihre spätere Arbeit. Er war
nicht nur beliebt durch seine fachliche Kompetenz, sondern auch durch sein immer freundliches und offenes Wesen. Besonders im Fach Liturgisches Orgelspiel schätze man seine Geduld und
Motivationsfähigkeit.
In den damals jedes Jahr stattfindenden einwöchigen Dozententagungen in Herrnhut war er immer mit seiner Ehefrau Renate dabei. Mit ihrer Herzlichkeit trugen beide immer zur dortigen
geradezu familiären Atmosphäre bei.
Gerne denken wir an unsere schöne gemeinsame Zeit zurück und danken von Herzen für sein Engagement für unsere Hochschule.
47 glückliche Ehejahre standen unter dem Trauspruch:
Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein gibt, dass er fortgehe.

Im Namen aller Mitarbeiter:Innen und Dozent:innen der Hochschule:
Martin Strohhäcker

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Dr. Wetzel in den 1970er Jahren beim Unterrichten an der Kirchenmusikschule Dresden | Foto: Stefan Gehrt
Dr. Christoph Wetzel †

Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit.
In ihm leben, weben und sind wir, solange er will.
In ihm sterben wir zur rechten Zeit, wenn er will. 

Der ehemalige Studiendirektor an der Kirchenmusikschule Dresden, Dr. Christoph Wetzel, ist am 28. Mai 2022 verstorben.
1929 in Stenn bei Zwickau geboren, verlor er noch im Kriege seinen Vater. Musik und Theologie interessierten ihn gleichermaßen. An der Kirchlichen Hochschule in Berlin-Zehlendorf begann er nach dem Abitur ein Theologiestudium, das er als Stipendiat der Deutschen Studienstiftung an der Universität Münster fortsetzte. Dort wurde er 1954 mit einer Arbeit über das Thema „Die theologische Bedeutung der Musik im Leben und Denken Martin Luthers“ promoviert.
Ebenso wie der nachmalige Landesbischof Dr. Johannes Hempel kehrte er in die DDR zurück und nahm den Dienst als Pfarrer in der sächsischen Landeskirche auf. Seine erste selbständige Pfarrstelle erhielt er in Regis-Breitingen. Von dort wechselte er an die Thomaskirche Leipzig, wo er eine besonders glückliche Zeit erlebte. Dann wurde er als Nachfolger von Dr. Johannes Hempel zum Studiendirektor des Predigercollegs St. Pauli in Leipzig berufen. Später übernahm er als Superintendent die Leitung des Kirchenbezirks Dresden-Nord. Die letzte Station seines beruflichen Wirkens war die damalige Kirchenmusikschule Dresden, in der er als Studiendirektor und Stellvertreter des Direktors tätig war. Die Berufung eines hochrangigen Theologen in diese Stelle lag in der „Integrierten Ausbildung“ begründet, die in den achtziger Jahren eingeführt wurde. Sie verband ein B-Kirchenmusikstudium mit einer katechetischen Ausbildung und hatte die Heranbildung von sowohl musikalisch als auch religionspädagogisch tätigen, vielfältig einsetzbaren Gemeindemitarbeitern zum Ziel. Christoph Wetzel, in der Theologie bestens bewandert, musste sich in das katechetische Arbeitsfeld erst einarbeiten. Die inhaltliche Gestaltung der integrierten Ausbildung stellte ihn vor große Aufgaben. Das Gesamtpensum erwies sich als zu groß und weitgespannt, als dass die Studierenden es in vier Jahren hätten befriedigend absolvieren können. Die Vorverlegung des B-Examens im Fach Orgel auf das Ende des 3. Studienjahres bedeutete eine Reduktion des Abschlussniveaus. Ebenso verwiesen die Studierenden mit Recht darauf, dass sie sich für die katechetische Arbeit – insbesondere unter den Bedingungen der DDR, in der Atheismus Staatsdoktrin war – unzureichend vorbereitet fühlten. Diskussionen über Gewichtsverlagerungen und Umstellungen in der Studienordnung wurden in jeder Dozentenkonferenz geführt.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands trat eine grundsätzliche Wende ein. Es stand außer Frage, dass das Kirchenmusikstudium dem westlichen Profil angeglichen werden musste. Sonst wären die Abschlüsse der Ausbildungsstätten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nicht anerkannt worden. Ab 1991 begleitete Dr. Wetzel die Überführung der Kirchenmusikschule in eine kirchliche Hochschule nach bundesdeutschem Recht. 1994 begann sein Ruhestand, in dem er auf Bitten der Hochschulleitung seine Arbeit noch ein Jahr lang im altersvikarischen Dienst fortführte.

Dr. Wetzels besondere Liebe galt der Kirchenmusik, die er auch als Organist aktiv ausübte. Sein Ziel war es, den werdenden Kirchenmusikern ein tiefgründiges Verständnis für die Verkündigungsaussage der kirchenmusikalischen Werke zu vermitteln. Dies geschah in den Fächern Liturgik und Hymnologie ebenso wie in einem von Dr. Wetzel neu konzipierten Arbeitsbereich „Musik und Theologie“. Letzterer diente nicht vorrangig der Wissensvermittlung, sondern versetzte die Studierenden in die Lage, die geistliche Dimension aufgeführter Werke den Mitwirkenden, insbesondere den Kantoreien und Kirchenchören, nahezubringen und verstehbar zu machen.
Diesem Ziel dienten auch viele weitere Aktivitäten, die der Verstorbene innerhalb unserer Landeskirche unternahm. Aufbauend auf tiefgründigen Analysen vermochte er dem Hörerkreis von Bachkantaten in Gottesdiensten und Konzerten den geistlichen Gehalt der Kompositionen zu erschließen. In gleicher Weise befasste er sich mit Werken anderer Komponisten, z. B. von Franz Schubert und Anton Bruckner.
In seinem Ruhestand leistete er wesentliche Arbeiten zur Erschließung der Geschichte der Dresdner Frauenkirche. Dort war er auch bei Kirchenführungen und Andachten aktiv, ebenso als Prediger in der Loschwitzer Kirche.

Mit ihm verlieren wir einen profilierten Theologen von großer geistiger Weite und mit tiefem Verständnis für die Musik im allgemeinen und speziell für diejenige, die zum Lobe Gottes erklingt. Dr. Christoph Wetzel hat für die sächsische Landeskirche Wichtiges geleistet, insbesondere für das Studium an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden. Wir denken voller Dankbarkeit an ihn und sein Lebenswerk.

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Gerald Stier †

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.
Psalm 84; 6,7

Mit Worten des 84. Psalms nehmen wir Abschied von Gerald Stier, Landeskirchenmusikdirektor i.R. und langjähriger Dozent für Kinderchorleitung. In diesem schönen und wichtigen Fach unterrichtete er in der Zeit von 1989-1999 angehende Kantoren an unserem Haus. Viele ehemalige Studenten erinnern sich an die Wandernote, an das System der Solmisation, welches vielen seiner eigenen zahlreichen Kurrendekindern das Rüstzeug für eine umfassende, weiterführende musikalische Ausbildung mitgab und als Impuls für unsere eigene Kinder- und Jugendarbeit bis heute erinnerlich ist. Mit viel Geduld und Empathie hat er seinen Studierenden die Liebe zu seiner eigenen Arbeit als Gemeindekantor weitergegeben.
1996 hat der zu frühe Tod seiner Tochter Annegret Stier einen großen Schatten auf sein Leben und das seiner Familie geworfen. Annegret Stier war als Kirchenmusikerin in Löbau und als Mentorin für Praktikumsaufenthalte unserer Studierenden mit unserer Hochschule verbunden. Die Musik und Worte des Requiems von Johannes Brahms haben seitdem immer einen besonderen Beiklang für uns alle.
Sein eigener Lebenskreis hat sich nun geschlossen.
Wir denken an ihn mit Dankbarkeit für sein Wirken an unsere Hochschule und seinem Dienst als Kirchenmusikdirektor unserer Landeskirche.

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Passion zwischen Grausamkeit und Gnade

Studentisches Kantatenprojekt 2022

Unter dem Motto „Passion – zwischen Grausamkeit und Gnade“ gestalten Studierende der Hochschule für Kirchenmusik zwei Kantatenkonzerte: Am Sonnabend, 9. April, 19:00 Uhr in der Nikolaikirche Löbau und am Sonntag, 10. April, 19:00 Uhr in der Loschwitzer Kirche. Auf dem Programm stehen Werke von Baldassare Galuppi, Joseph Haydn und Georg Friedrich Händel. Ausführende sind Anna-Maria Tietze (Sopran), Alina König-Rannenberg (Alt), Florian Neubauer (Tenor), Philipp Schreyer (Bass), der Chor der Hochschule für Kirchenmusik und ein Orchester junger Dresdner Musiker*innen. Die Konzeption, Organisation und Leitung liegt bei den Studierenden Paula Maria Kokel, Charlotte Kress und Tim Preußker.

Die Texte der Kantaten „Dixit Dominus“, „Stabat Mater“ und „The Lord is my Light“ sprechen dabei in unterschiedlicher Weise von Gott, einerseits als dem „Gewaltigen“, der die Mächtigen, die andere unterdrücken und bedrängen, stürzt, bis hin zu dem „Gnädigen“, der am Ende sein Friedensreich aufrichtet und in Jesus Christus selbst das Leid und die Gewalt der Welt mitträgt.

Zwischen Grausamkeit und Gnade: Der Titel des Kantatenprojekts fängt Assoziationen ein. Es sind Assoziationen, die durch die biblischen Texte hervorgerufen werden, die den musikalischen Werken zugrunde liegen. Der Vesperpsalm „Dixit Dominus“ (Psalm 110) bringen die Hoffnung auf Gerechtigkeit mit Gewalt zur Sprache: Gott „wird richten unter den Völkern, aufhäufen Erschlagene, wird Häupter zerschmettern weithin auf der Erde.“ Das „Stabat mater“ malt dem Betrachter ein intensives Bild menschlichen Leidens vor Augen: „Es stand die Mutter, schmerzensreich, bei dem Kreuze, tränenreich, als ihr Sohn dort hing.“ Und auch die tröstlichen Psalmverse in Händels Anthem „The Lord is my Light“ wissen um die Not des Beters (Psalm 27,7): „Herr, Höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!“

Grausamkeit und Gnade: Die Worte werfen Fragen auf. Können wir heute so von Gott reden? Braucht Gott das Opfer eines Menschen am Kreuz, um gnädig zu sein? Sollten wir wirklich an einen solchen Gott glauben? Ist Gott ein Gott der Rache? Und was macht ein solch gewalttätiges Gottesbild mit denen, die es tradieren? Andererseits: Wohin mit den Grausamkeiten der Welt, wenn sie im Glauben an Gott keinen Platz hätten? Wohin mit der Erfahrung von Gewalt, wenn die Rede von Gott sie aussparte?

Grausamkeit und Gnade: Die Worte markieren den Weg einer Antwort. Die Psalmen weisen Menschen mit ihren Grausamkeitserfahrungen an Gott (Psalm 22): „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Sie wenden den Wunsch nach Rache ins Gebet. Sie wissen um die heilsame Kraft menschlicher Selbstbegrenzung, die darin liegt (Römer 12,19): „Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes“. Der christliche Glaube macht die Gewalt der Welt zu Gottes Last. Gott braucht kein blutiges Opfer, er nimmt das Kreuz vielmehr selbst auf sich. Gott selbst erträgt den Tod. Was Menschen zu ertragen haben: Gott trägt es mit. Ja, er hat es längst ertragen und besiegt. Das ist der österliche Hoffnungskern der Erinnerung an Jesu Passion.

Christian Kollmar

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Markus Seidler †

Am 19. Januar 2022 endete nach nur 37 Jahren der Lebensweg unseres ehemaligen Studenten Markus Seidler, der in den Jahren 2016 bis 2018 unsere C-Ausbildung im Fernkurs absolvierte. Die Nachricht von seinem allzu frühen Tod hat bei allen, die ihm im Zuge seiner Ausbildung begegneten und ihn näher kennenlernen konnten, große Betroffenheit und Trauer ausgelöst.
In Markus Seidler verbanden sich große Begabung, tiefer Glaube und ein außerordentlich schöpferischer Geist in ganz besonderer Weise; sein umfangreiches Wirken in einer Vielzahl von Gemeinden in seiner erzgebirgischen Heimat legt davon lebhaftes Zeugnis ab.
Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen, seinem Kollegenkreis und allen, die mit ihm musizierten und sich ihm verbunden fühlen, gleichermaßen.
„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ – Es mag uns der Gedanke verbinden, dass sich für Markus Seidler die Hoffnung unseres Glaubens erfüllt hat: „Gott wird abwischen alle Tränen … und der Tod wird nicht mehr sein.“

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Eva Niekisch 1986 | Stefan Gneuß
Eva Niekisch †

Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Matthäus 5,7
Lehrtext der Herrnhuter Losungen für Mittwoch, 19. Januar 2022

Am Mittwoch, dem 19. Januar 2022, ist die frühere Hausmutter der damaligen Kirchenmusikschule Dresden, Frau Eva Niekisch, im Alter von 92 Jahren in Dresden verstorben.
Nach zehnjähriger Tätigkeit ist sie 1990 in den Ruhestand gegangen.
Vielen Studierenden ist sie als sehr liebevolle Frau in Erinnerung.
Sie wohnte während ihrer Dienstzeit in der oberen Etage des heutigen Hauses A der Hochschule für Kirchenmusik, Käthe-Kollwitz-Ufer 96 oder in der damaligen Kurzbezeichnung in der 96. Dann gab es noch die 81 und die 36 – letzteres auf der Goetheallee – beides Studentenwohnheime, von denen das auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer 81 heute noch existiert. Eine gute Unterbringung für die Studierenden lag Eva Niekisch sehr am Herzen. Dabei hatte sie immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Studierenden. Sie sorgte dafür, dass es ihnen so gut wie möglich ging. Ganz einfach war das nicht, da auch das letzte Jahrzehnt der DDR von einer permanenten Mangelwirtschaft geprägt war. Zu manchen Anlässen bat sie die Studierenden um Mithilfe – wenn es Dinge in Dresden nicht zu kaufen gab, wurden sie aus den verschiedenen Heimatorten zusammengetragen.
Auf der oberen Etage der 96 gab es auch noch Studentenzimmer. Hier waren viele Begegnungen vorprogrammiert. Bei Eva Niekisch hatte man das Gefühl, dass sie immer da und jederzeit ansprechbar war und sich sofort gekümmert hat, wenn es Probleme gab – eine echte Hausmutter im alten Stile.
Die Studienzeit und die Begegnungen mit Eva Niekisch werden diejenigen, die ihr begegnen durften, in dankbarer Erinnerung behalten. Ihr Tod erfüllt uns mit Trauer. Unsere Hoffnung und unser Trost liegen in unserem Glauben an den lebendigen Gott, der Eva Niekisch seine Barmherzigkeit in Ewigkeit schauen lassen möge.

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Advent & Weihnachten 2021

Auch in der diesjährigen Adventszeit fallen wieder zahlreiche Konzerte pandemiebedingt aus. Das betrifft leider auch die von unserer Hochschule für den 16. Dezember geplante Uraufführung des Adventsoratoriums „Gott will im Dunkel wohnen“ von Matthias Drude. Sozusagen als Entschädigung können Sie auf seiner Website mit freundlicher Genehmigung des Labels Dabringhaus und Grimm sein 1997 uraufgeführtes Weihnachtsoratorium in der CD-Produktion unter Leitung von Christfried Brödel befristet bis zum 28. Dezember komplett hören.

Außerdem finden Sie auf den Seiten der Ev-Luth. Landeskirche Sachsens und der Arbeitsstelle Kirchenmusik neben zahlreichen anderen Anregungen Videos mit Advents- und Weihnachtsliedern zum Mitsingen, die die Landesposaunenwarte der Sächsischen Posaunenmission e. V., unser Hochschulchor und Instrumentalisten im letzten Jahr aufgenommen haben. Die Videos sind auch direkt erreichbar auf dem Youtube-Kanal der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

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CD „Neues Leisniger Kurrendebuch“

Die neueste CD der Hochschule für Kirchenmusik präsentiert 32 Sätze aus dem Neuen Leisniger Kurrendebuch von Martin Flämig, die dieser als Kantor in Leisnig zwischen 1937 und 1947 für die Praxis in seiner Kirchgemeinde komponiert hatte. Die Anregung zu der im Sommer 2021 entstandenen CD-Produktion haben wir dem Sohn des Gründers unserer Hochschule und späteren Kreuzkantors Nikolaus Flämig zu verdanken. Zu hören ist eine Auswahl von Sätzen in verschiedenen, pandemiebedingt eher kleinen Besetzungen zum Teil erweitert durch instrumentale Arrangements unserer Studierenden.

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Lehrauftrag für Gesang JRP und Stimmbildung JRP

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ab dem Sommersemester 2022 ein Lehrauftrag für Gesang JRP und Stimmbildung JRP zu vergeben.

Unsere Wünsche zu Ihrer Qualifikation:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium Gesang JRP
  • Nachweis von Lehrtätigkeit auf diesem Gebiet
  • Eigene künstlerische Tätigkeit
  • Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Kontakt:
Prof. Barbara Christina Steude, Fachgruppe Gesang
André Engelbrecht, Fachgruppe Popularmusik
Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 15.12.2021 (Datum des Poststempels) an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Stellenausschreibung Wirtschaftsmitarbeiter / Wirtschaftsmitarbeiterin

In der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist die Stelle eines Wirtschaftsmitarbeiters/einer Wirtschaftsmitarbeiterin neu zu besetzen.

Dienstantritt: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Dienstumfang: 25 % (10 h/Woche)

Dienstort: Hochschule für Kirchenmusik, Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

Folgende Aufgabengebiete werden von der Stelle umfasst:

  • Reinigung der Hochschulgebäude, ggf. Vergabe an Fremdfirmen, Rechnungskontrolle, Einkauf von Reinigungsmitteln
  • Äußerliche Pflege und Reinigung von Instrumenten
  • Essensausgabe mit Abwasch und Küchenreinigung an zwei Wochentagen
  • Vor- und Nachbereitung besonderer Anlässe, auch an Abenden, vereinzelt auch an Wochenenden (z. B. Abschlussfeier, Öffentliche Musizierstunde)
  • Anleitung von Vertretungskräften auf Honorarbasis

 

Neben der ausgeschriebenen Stelle besteht eine weitere Stelle einer Wirtschaftsmitarbeiterin mit einem Beschäftigungsumfang von 75 %. Die genaue Verteilung der Aufgaben im Rahmen der jeweiligen Teilzeitanstellungen geschieht in Absprache mit der Inhaberin dieser Stelle.

 

Anforderungen an den Stelleninhaber/die Stelleninhaberin:

  • Wünschenswert: Abschluss als Hauswirtschafter/in oder vergleichbarer Abschluss
  • Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Genauigkeit und Eigenständigkeit
  • Loyalität gegenüber dem Anliegen der Hochschule und Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Bereitschaft zu vereinzelten Abend- und Wochenenddiensten

Die Vergütung erfolgt nach den landeskirchlichen Bestimmungen.

Die zu besetzende Stelle ist in gleicher Weise für Frauen und Männer geeignet.

Weitere Auskunft erteilt der Rektor, Herr Prof. Lennig, Tel. (03 51) 3 18 64-0.

Vollständige und ausführliche Bewerbungen sind an die Hochschule für Kirchenmusik Dresden, Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden zu richten.

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Konrad Wagner in der Katholischen Hofkirche in Dresden (etwa 1992) | Udo Pellmann, Freital/Dresden
Konrad Wagner †

Am 4. September wurde Domkapellmeister Konrad Wagner im Alter von 91 Jahren in die Ewigkeit abgerufen. Der Text auf der Todesanzeige

Kommt, laßt uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels unseres Heiles!
Laßt uns mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern!

(Ps. 95, 1-2)

beschreibt treffend die Aufgabe, der sich der bedeutende Dresdner Kirchenmusiker zeit seines Lebens verpflichtet sah und die seinen gesegneten, erfüllten Lebensweg bestimmte.
In Hainitz bei Bautzen in der großen Familie des katholischen Lehrers und Kantors Gerhard Wagner aufgewachsen, wurde Konrad Wagner im Alter von zehn Jahren Dresdner Kapellknabe. Nach seinem Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule Berlin-Charlottenburg übernahm er 1955 die Leitung dieses Knabenchores an der Kathedrale St. Trinitatis, der Katholischen Hofkirche, die er bis 1997 innehatte. 1971 wurde er zum Domkantor ernannt, 1994 zum Domkapellmeister.
1990 war er der Initiator der Wiedererrichtung des St.-Benno-Gymnasiums in Dresden.

1974 erhielt Konrad Wagner einen Lehrauftrag an der Kirchenmusikschule Dresden als einer von vier Chorleitungsdozenten. Darüber hinaus war er für die spezifische Ausbildung der katholischen Studierenden in den Fächern Liturgik und Gregorianik verantwortlich. Bis 2017 blieb er der Hochschule durch altersgemäß reduzierte Aktivitäten verbunden.
Konrad Wagner hat durch sein künstlerisches Profil und seine überzeugende Persönlichkeit zahlreiche Studierende mit geprägt. Unvergessen bleibt das Zusammenwirken des Chores der Hochschule mit den Kapellknaben bei der Aufführung des Oratoriums „Laudate Ninive“ von Günter Neubert in Dresden, Leipzig und Halle 1996 sowie bei der Bachschen Matthäuspassion im Jahre 1997.

Die Hochschule denkt in Verehrung und Dankbarkeit an den Verstorbenen. Er möge ruhen in Frieden und das ewige Licht leuchte ihm.

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Prof. Matthias Weichert in den Ruhestand verabschiedet

Am vergangenen Freitag wurde Professor Matthias Weichert im Semesterabschlussgottesdienst der Hochschule für Kirchenmusik in der Heilig-Geist-Kirche Dresden-Blasewitz nach 24 Dienstjahren als Gesangsdozent in den Ruhestand verabschiedet.

In seinem Grußwort würdigte Rektor Professor Stephan Lennig ihn als einen im Kollegium und bei Studierenden gleichermaßen geschätzten und beliebten Gesangsdozenten von herausragender künstlerischer und pädagogischer Qualifikation, die ihn dazu befähigte, auf ganz unterschiedlichen Niveaus – von der künstlerischen Spitze bis zur C-Ausbildung für den nebenberuflichen kirchenmusikalischen Dienst – hervorragenden Unterricht zu erteilen.

Der Bariton Matthias Weichert erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Thomanerchores von 1965 bis 1974. Nach dem Abitur studierte er Gesang an der Hochschule für Musik in Dresden und legte 1981 das Staatsexamen als Opernsänger und Dipl.-Gesangspädagoge ab. Nach dem Studium folgten Engagements an den Landesbühnen Sachsen, der Nationaloper Brüssel sowie Gastverträge an der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Berlin und der Oper Leipzig. Als freischaffender Konzert- und Oratoriensänger führten ihn Konzertreisen in nahezu alle großen europäischen Musikzentren, nach Israel, Südkorea, Japan und die USA. Neben seiner Dozententätigkeit an der Hochschule für Kirchenmusik war er von 2002 bis 2013 Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Dresden. Dem Dresdner Publikum bleibt er durch zahlreiche oratorische Konzerte mit dem Kreuzchor oder auch dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik z. B. mit seiner Lieblingspartie als Christus in Bachs Matthäuspassion in Erinnerung.

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Coronabedingte Einschränkung des Studienbetriebes

Die Hochschule für Kirchenmusik ist eingeschränkt für Präsenzlehrbetrieb und zum Üben geöffnet.
Der Zutritt ist nur unter Einhaltung des Hygienekonzeptes gestattet. Es gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für nachweislich geimpfte, genesene oder tagesaktuell negativ geteste Personen) und es besteht die Pflicht des Tragens einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung.

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Haus B, Chorsaal, Haus A
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Vorbereitungskurs Musiktheorie/Gehörbildung

für die Eignungsprüfung an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden

Mi., 07.04.2021, 10:00 – 16:00 Uhr
Die Veranstaltung findet online per Zoom statt.

Dozent:
Prof. Matthias Drude

Kursinhalte:
  • Beispiel einer Aufnahmeprüfung Musiktheorie/Gehörbildung: Hochschule für Kirchenmusik Dresden
  • Einführung in die Allgemeine Musiklehre/Musiktheorie
  • Übungen zur Gehörbildung und Allgemeinen Musiklehre/Musiktheorie schriftlich und mündlich-praktisch
  • Bezugnahme auf Aufnahmebedingungen einzelner Musikhochschulen/Konservatorien (bitte entsprechende Informationen mitbringen)
Teilnahmebeitrag: 30,- €
Der Teilnahmebeitrag ist bis zum 1. April auf das Konto der Hochschule zu überweisen. Angemeldete Teilnehmer*innen erhalten vorab eine Rechnung.
Teilnehmerzahl: 5-8

 

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| Foto: Fam. Egermann privat
KMD i.R. Eberhard Egermann †

Leben wir, so leben wir dem Herrn;
sterben wir, so sterben wir dem Herrn.
Darum: wir leben oder sterben,
so sind wir des Herrn.

(Röm 14, 8)

KMD i. R. Eberhard Egermann, geboren am 29. März 1933 in Chemnitz, ist am 8. Dezember 2020 in Dresden verstorben.

Er legte das B-Examen 1958 an der Kirchenmusikschule Görlitz ab und war anschließend Kantor in Dresden-Klotzsche.
Ab 1.02.1969 war er Kantor an der Maria und Martha-Kirche in Bautzen.
Von 1979 bis 2001 unterrichtete er im Fach Liturgisches Orgelspiel an der Kirchenmusikschule / Hochschule für Kirchenmusik in Dresden.
Ab 1. November 1991 war er Kantor und Organist an der St. Johannis- und der Petri-Paul-Kirche in Zittau sowie Kirchenmusikdirektor des Kirchenbezirkes Zittau.
Am 1. April 1998 trat er in den Ruhestand ein, welchen er in Dresden verbracht hat.
Während seiner ganzen Kantorentätigkeit hat er sich kompositorisch auf vielfältigen Ebenen mit dem Verhältnis von Wort und Musik beschäftigt. Einige Stücke sind veröffentlicht worden.

Wir behalten Ihn in dankbarer Erinnerung.

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Advents- und Weihnachtslieder zum Mitsingen

Für viele gehört das in der Adventszeit einfach dazu: alte und neuere Lieder zu hören, vielleicht selbst die Blockflöte wieder zu entstauben und bei Adventsfeiern und in den Familien gemeinsam zu singen.
Nicht alles wird in diesem Jahr – vor allem in Gemeinschaft mit anderen – möglich sein.
Zwei Videos der Ev.-Luth. Landeskirche laden in den nächsten Wochen dazu ein, diese Tradition mit virtueller Unterstützung zu pflegen und gemeinsam zu Hause zu musizieren und zu singen.
Studierende und Dozenten der Hochschule für Kirchenmusik Dresden sowie die Landesposaunenwarte der Sächsischen Posaunenmission haben Lieder zum Advent und zur Weihnachtszeit zum Mitsingen vorbereitet und in der Loschwitzer Kirche Dresden eingespielt.
Also: Zünden Sie eine Kerze an und singen Sie allein oder mit der Familie kräftig mit und lassen Sie mit den Liedern und Texten die Botschaft von Advent und Weihnachten zu Hause erklingen.
Die Videos finden Sie ab dem 28. November 2020 bzw. ab dem 24. Dezember 2020 auf dem Youtube-Kanal der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

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Haus B, Chorsaal, Haus A
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Tag der offenen Tür

Liebe Interessierte an einem Kirchenmusikstudium,

aufgrund des Infektionsgeschehens und der aktuellen Regierungsbeschlüsse wird es zum „Tag der offenen Tür“ keine Angebote vor Ort geben können. Wir bedauern das sehr, möchten Ihnen aber gern die Möglichkeit geben, sich von zu Hause aus in vergleichbar umfassender Weise über unsere Studienmöglichkeiten zu informieren.
Sie finden hier spätestens ab Dienstag, 12. Januar den Ablaufplan für den virtuellen „Tag der offenen Tür“ mit Einwahllinks bzw. Kontaktdaten. Neben einer allgemeinen Information über unser Studienangebot erwartet Sie die Möglichkeit zur Hospitation im digitalen Unterricht und zur individuellen Studienberatung per E-Mail, Telefon oder einen Online-Konferenzraum.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Karl Frotscher an der Orgel der Lutherkirche Radebeul | Archiv Lutherkirche Radebeul
Karl Frotscher – ein Leben für die Kirchenmusik

Zum Gedenken an seinen 100. Geburtstag

Am 06. November hätte einer der bekanntesten Kirchenmusiker Dresdens und Sachsens – Karl Frotscher – seinen 100. Geburtstag begangen.
1920 in einem musikalisch geprägten Elternhaus in Dresden geboren, sang er als Chorknabe in der Dreikönigskirche und erhielt Musikunterricht (u.a. in Klavier und Orgel) bei Werner Starke, dem dortigen Kantor. Bald nach der Schulzeit wurde Frotscher zum Kriegsdienst eingezogen, überlebte Stalingrad, Gefangenschaft sowie Lazarettaufenthalt. In seine Heimat zurückgekehrt, studierte er am Kirchenmusikalischen Institut der Hochschule für Musik in Leipzig. Dort unterrichteten ihn u.a. Karl Straube in Orgel, Johann Nepomuk David in Tonsatz und Wilhelm Weismann in Komposition.

Dabei wurde dem engagierten Schüler v. a. Karl Straube zeitlebens Vorbild und Wegweiser.
Nach Abschluss seines Studiums mit der kirchenmusikalischen A-Prüfung erhielt er 1948 seine erste Anstellung als Kantor und Organist in Radebeul an der Lutherkirche.
Nur ein Jahr später konnte sich Martin Flämig, der Gründer und erste Leiter der Kirchenmusikschule Dresden glücklich schätzen, ihn als Dozenten zu gewinnen. Die große Zahl seiner Studierenden innerhalb der nächsten Jahre und Jahrzehnte zeugt von unermüdlichem Einsatz, sein erworbenes Wissen und seine Fähigkeiten an die nachfolgenden Generationen, auch im Sinne Karl Straubes, weiterzugeben.
Während seines Wirkens in Radebeul wurde man besonders auf ihn aufmerksam aufgrund der Tatsache, als er sich intensiv mit der Jahre zuvor (bis 1945) verfemten Musik Mendelssohn Bartholdys auseinandersetzte und sein Oratorium ELIAS zu einer weithin geschätzten und beachteten Aufführung brachte. Mit seiner sich sowohl vertiefenden Vorliebe zu Bachs Orgelwerken und Oratorien als auch zunehmenden Intensität der Beschäftigung mit der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts profilierte er sich als Kirchenmusiker in Radebeul (zeitweise leitete er hier auch den Radebeuler Männerchor). So war es nur eine Frage der Zeit, dass er 1964 die Nachfolge Erich Schneiders als Organist und Kantor an der Martin-Luther-Kirche Dresden antrat. Dort entdeckte er mit dem 1911 gegründeten Dresdner Bachchor (den er bis zu seinem Tode am 28.Februar 1991 leitete) in repräsentativen Aufführungen bedeutende Werke der Spätromantik und bewies damit, dass auch diese ihre Berechtigung zu Wiederaufführungen haben. Besondere musikalische Höhepunkte bildeten dabei die Aufführungen der „Großen b-Moll-Messe“ von Albert Becker, des Requiems h-Moll und die Uraufführung des 75. Psalms für Bariton, Chor und Orchester von Felix Draeseke sowie des Requiems f-Moll von Friedrich Kiel.
Herbert Gadsch (Kantorkollege, Organist und Komponist, 1913-2011) schrieb vor vielen Jahren in der Presse: „Es ist beglückend, über Karl Frotscher zu schreiben, denn er war ein vorbildlicher Orgelspieler, ein versierter Chorleiter und geschätzter Lehrer, neben seiner künstlerischen Tätigkeit ein vorbildlicher Gemeindekantor, ein guter Christ, tätiges Gemeindeglied…“
Die Amtszeit von Karl Frotscher prägte einerseits die oratorische Musik an den beiden Luther-Kirchen in Radebeul und Dresden sowie andererseits die Arbeit mit dem Dresdner Bachchor und in der Gemeinde.

Leider war es Karl Frotscher nicht vergönnt, sein Abschiedskonzert mit der ihm besonders ans Herz gewachsenen Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach am Karfreitag 1991 selbst zu leiten. Gottfried Fischer, ebenfalls langjähriger Kollege und Kirchenmusikdirektor in Dresden Nord, übernahm nach Frotschers Tod die Leitung der Aufführung, die nun ein Gedenkkonzert für ihn wurde.

43 Jahre kirchenmusikalisches Schaffen, fast genau solang verdienstvoller Lehrer, verbinden sich mit großer Dankbarkeit, Anerkennung und Verneigung vor seinem Lebenswerk.
Seine durch den Glauben geprägte Musizierhaltung, die inspirierende Art als Chorleiter,
seine Hilfsbereitschaft, aber auch die Schaffung einer Oase des künstlerischen Wirkens in der damaligen politischen und gesellschaftlichen Situation sind sicher bei ganz vielen Menschen in dankbarer Erinnerung geblieben. Mit Kompositionen für den kirchlichen Gebrauch, welche sich im Bestand der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden befinden, hat er sich auch auf diesem Gebiet selbst eine bleibende Erinnerung geschaffen.

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Hermi Ambros mit Theo Adam | Privatsammlung Hermi Ambros
Hermi Ambros †

Uns erreichte die Nachricht, dass Kammersängerin Hermi Ambros nach einem langen und erfüllten Leben am 12. September 2020 verstorben ist.

Nach einer Lehre als Schneiderin und dem Meisterbrief 1951, privatem Gesangsunterricht u. a. Bei Prof. Johannes Kemter, Arbeit als Theaterschneiderin an der Staatsoper Dresden fand sie schließlich 1954 den erstrebten Platz im Opernstudio Dresden und war ab 1957 über 33 Jahre gut beschäftigtes Mitglied des Ensembles der Staatsoper Dresden sowie danach dessen Ehrenmitglied. Mit Partien wie Ännchen, Zerlina, Papagena oder Gretel sang sie zunächst im Soubrettenfach, später auch lyrische und jugendliche Partien wie  Eurydike, Cherubino, Liu in „Turandot“ oder Butterfly und wurde 1964 zur Kammersängerin ernannt.

Daneben unterrichtete sie junge Sänger und entfaltete dabei eine ganz eigene Aura, die zu einer engen Verbindung mit ihren Schülern weit über die Zeit des Unterrichts hinaus führte. In dieser Weise prägte sie auch über lange Jahre zwischen 1984 und der Jahrtausendwende den Gesangsunterricht an der Kirchenmusikschule Dresden – der späteren Hochschule für Kirchenmusik. Ob es ihr empathischer Unterricht war, das nachdenkliche Abwägen bei der Beurteilung von Prüfungsleistungen, die wohl formulierten Gedanken zu einem Sachthema – von Frau Ambros ging immer ein sowohl vornehm zurückhaltender als auch warmherziger Ton aus. Damit konnte sie uns Kollegen ein Vorbild sein.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Unterricht an der Hochschule für Kirchenmusik und dem tragischen, frühen Tod ihres Mannes lebte Frau Ambros lange zurückgezogen in Dresden. Bei gelegentlichen Kaffeestunden in ihrer Wohnung konnte sie viel und lebhaft, wenn auch meistens sehr nachdenklich – erzählen von ihren Erlebnissen bei der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945, von ihrer Verehrung für ihre Eltern, vom Zusammensein mit ihrem Mann und ihrer Trauer.

Ihre herausragenden sängerischen Leistungen lagen in der Vergangenheit, als wir uns kennenlernten, darüber sprach sie auch nicht gern – bis auf die eine oder andere Anekdote, wie sie Sänger gern austauschen.

Und so wird sie denen, die sie kennenlernen durften, in Erinnerung bleiben: Eine stille, an ihrer Umgebung hoch interessierte, liebevolle Frau, die oft mehr gab, als sie zurückbekam.

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KMD Hoch mit Wolfram Zöllner 1977 | Foto: Stefan Gehrt
KMD i. R. Hans-Bernhard Hoch †

Am Ostermontag ist der langjährige Radebeuler Kantor im hohen Alter von 92 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die sächsische Kirchenmusik eine bedeutende, originelle und prägende Persönlichkeit.

1928 geboren, wurde Hans-Bernhard Hoch noch als Luftwaffenhelfer im 2. Weltkrieg eingezogen, legte 1947 das Abitur ab und nahm ein Orgelstudium an der Staatlichen Akademie für Musik und Theater Dresden auf, um Kirchenmusiker zu werden. 1949 wurde dieser Studiengang plötzlich geschlossen: Kirchenmusiker brauchte man in der Sowjetischen Besatzungszone künftig nicht. Die immatrikulierten Studenten standen von einem Tag auf den anderen auf der Straße. Sie verfassten eine Petition an den damaligen Landesbischof Hugo Hahn mit der Bitte, in Sachsen eine Kirchenmusikschule zu errichten. Dem entsprach die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens sehr schnell; Landeskirchenmusikdirektor Martin Flämig wurde die Leitung übertragen. Nach dem Studium dort setzte Hoch seine Ausbildung an der Leipziger Musikhochschule bis zur A-Prüfung fort.
Als Absolvent bewarb er sich um die Kantorenstelle der Friedenskirche Radebeul-West. Für seine Wahl spielte eine Rolle, dass er bereit war, den überalterten Kirchenchor, den sein Vorgänger hinterlassen hatte, weiterzuführen und durch eine neu aufgebaute Kurrendearbeit nach und nach zu verjüngen. Dies gelang ihm sehr gut. Sein Herz hing an der Arbeit mit den Kindern. Viele ehemalige Kurrendaner blieben ihm auch später eng verbunden. In gleichem Maße widmete er sich dem Singen mit Erwachsenen und leitete zehn Singwochen in Schönheide/Erzgebirge. Neben dem Orgelspiel galt Hochs besondere Liebe dem Klavierspiel. 40 Jahre lang war er Klavierdozent an der Dresdner Kirchenmusikschule, später Hochschule für Kirchenmusik. Bei vielen Gelegenheiten bewies er sein ausgesprochenes Talent zur Klavier-Improvisation. Musikalische Unterhaltung auf hohem Niveau war von ihm zu jeder Zeit zu erwarten.
1981 wurde Hans-Bernhard Hoch zum Kirchenmusikdirektor für den Kirchenbezirk Dresden-Mitte berufen.
Wer Kantor Hoch persönlich kannte, wird ihn nicht nur als einen hochbegabten Musiker, sondern auch als einen feinsinnigen, liebenswerten Menschen in Erinnerung behalten, dessen Humor sprichwörtlich war und der sein Leben stets stilvoll gestaltete. Auch nach seiner Emeritierung 1993 nahm er interessiert am musikalischen Leben Dresdens teil. Seine letzten Lebensjahre verbrachte im Schwanenhaus des Dresdner Diakonissenhauses. Wenn wir seiner in großer Dankbarkeit gedenken, so muss in diesen Dank auch seine Ehefrau einbezogen werden, die ihm stets treu zur Seite stand und ihn unterstützte.

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Lehrauftrag Musikgeschichte

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ab dem Wintersemester 2020-21 ein Lehrauftrag für Musikgeschichte im Umfang von ca. zwei Stunden/Woche neu zu vergeben.

Ihre Aufgaben:

  • überblicksartige Lehrveranstaltung zur Musikgeschichte von der Gregorianik bis zur Gegenwart für Studierende des Diplom-Studiengangs Kirchenmusik B sowie der C-Ausbildung

Unsere Wünsche zu Ihrer Qualifikation:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium Musikwissenschaft oder eines musikpädagogischen Studiengangs
  • abgeschlossene oder zumindest bereits begonnene Promotion in Musikwissenschaft

Voraussetzung ist außerdem die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Prof. Matthias Drude,
Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0
E-Mail: matthias.drudeevlks.de

Es ist vorgesehen, bis zu drei Bewerberinnen/Bewerber zu einer Lehrprobe am Montag, 4. Mai 2020 einzuladen.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 1. April 2020 (Datum des Poststempels)  an den Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden.

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Weiterbildung „Popularmusik in der Kirche“ – neuer Kurs

Professionelles Leiten von Pop- und Gospelchören, groovige Klavier- und Gitarrenbegleitung sowie kreative Improvisation. Dies und vieles mehr sind die Ausbildungsziele des im Herbst 2020 beginnenden zehnten Weiterbildungskurses Popularmusik in der Kirche an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.

Ein Muss für alle hauptamtlichen Kirchenmusiker sowie ehrenamtlichen Chorleiter und Bandmusiker.

Es unterrichten Dozenten, die fest in der Praxis stehen. Interessante Blockseminare hochkarätiger Gastdozenten sind attraktive Ausbildungsergänzungen.

Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2020.

detaillierte Informationen

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Lehrauftrag Musikgeschichte

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ab dem Sommersemester 2020 ein Lehrauftrag für Musikgeschichte im Umfang von ca. zwei Stunden/Woche neu zu vergeben.

Ihre Aufgaben:
– Überblicksartige Lehrveranstaltung zur Musikgeschichte von der Gregorianik bis zur Gegenwart für Studierende des Diplom-Studiengangs Kirchenmusik B sowie der C-Ausbildung.

Unsere Wünsche zu Ihrer Qualifikation:
– Abgeschlossenes Hochschulstudium Musikwissenschaft oder eines musikpädagogischen Studiengangs.
– Abgeschlossene oder zumindest bereits begonnene Promotion in Musikwissenschaft.

Voraussetzung ist außerdem die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Kontakt: Prof. Matthias Drude, Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0, E-Mail: matthias.drudeevlks.de.

Es ist vorgesehen, bis zu drei Bewerberinnen/Bewerber zu einer Lehrprobe am Freitag, 24. Januar einzuladen.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum
3. Januar 2020 (Datum des Poststempels) an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Landeskirchenmusiktage 2019

Die Hochschule für Kirchenmusik Dresden hat vom 23. bis zum 27. Oktober 2019 ihr 70-jähriges Bestehen im Rahmen der Landeskirchenmusiktage in Dresden gefeiert.
Höhepunkte des Programms waren das gemeinsame Konzert der Chöre der Hochschulen für Kirchenmusik Halle und Dresden mit Vertonungen des 23. Psalms sowie die Vesper mit der Aufführung der Missa solennelle von Hector Berlioz durch den Chor der Teilnehmer der Landeskirchenmusiktage. Darüber hinaus gab es zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten in musikalischen Gottesdiensten und Andachten, einem vielfältiges Seminarangebot und zum Abend der Begegnung.
Ausführliche Rückblicke gibt es auf der Homepage der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und in der Sonderausgabe Klanggut.

 

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Landtagswahl 2019

Kommentar der Studierenden der HfK Dresden zu aktuellen politischen Entwicklungen im Hinblick auf die Landtagswahlen 2019

Nur wenige Menschen auf der Welt haben das Privileg, über die Zukunft ihres Landes so mitbestimmen zu können wie wir.

Dieses Privileg bringt die Verantwortung mit sich, sich vor entscheidenden Wahlen, wie sie im Herbst im Freistaat anstehen, genau zu informieren und wohlüberlegt zu entscheiden. Niemand sollte sich und seine Überzeugungen von Meinungsmache oder Populismus beeinflussen lassen.

Mit großer Sorge und etwas Angst sehen wir als junge Christen und zukünftige Musiker im Kirchendienst auf die bedenklichen Tendenzen, die sich in Sachsen, Deutschland und der gesamten Europäischen Union einen Weg bahnen. Durch eine gezielt auf Provokation ausgerichtete Strategie schafft es die AfD, auch in Kirchenkreisen viele Sympathisanten und Wähler für sich zu gewinnen. Die Partei erhebt in einigen Aussagen geradezu einen exklusiven Anspruch auf das Christentum als Teil der abendländischen Kultur, stellt die Einwanderungswelle als beinahe apokalyptischen Zustand hin. Dass dieselbe Partei mittlerweile auch im Bundestag mit rechtsradikalen Kräften konform geht und sich – insbesondere in Dresden – mit Gruppierungen auf die Straße stellt, deren Parolen christlichen Wertevorstellungen zutiefst widersprechen, können und wollen wir als Teil der Kirche nicht unkommentiert lassen.

Wir möchten auch in Zukunft in einem Land leben, in dem Nächstenliebe über Hautfarbe oder Herkunft steht, in dem man seinen Glauben ausleben und seine Meinung äußern darf, in dem die Kunstfreiheit geachtet wird und in dem man alles daran setzt, die Schöpfung für kommende Generationen zu bewahren. In den 96 Seiten Wahlprogramm der AfD findet sich in unseren Augen nichts Christliches, auch keine so propagierte „Schnittmenge“ mit christlichen Überzeugungen. Ihre Verantwortlichen schüren Misstrauen, Ängste und Hass – sie treiben Keile zwischen Menschen, wo Christen Nächstenliebe und Offenheit walten lassen und der Abgrenzung in jede Richtung ein Ende bereiten sollten.

Wir möchten deshalb alle Christen in unserem Land, alle Mitarbeiter der Landeskirche und alle Politiker aufrufen, sich noch stärker als bisher für christliche sowie demokratische Werte einzusetzen. Wir ersuchen jeden Einzelnen, wachsam zu entscheiden und verantwortungsbewusst ein Kreuz zu setzen.
Vor allem jedoch möchten wir dazu aufrufen, sich selbst aktiv für all jenes einzusetzen, die Gespräche und den Diskurs miteinander niemals versiegen zu lassen, offen für Toleranz, Nächstenliebe und Freiheit einzustehen und diese Werte mit aller Kraft zu verteidigen.

Die Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik Dresden

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Dieter Schubert †

BLACKBIRD
fly into the light of the dark black night.

Es war sein Lied. Keiner konnte diese wunderschöne Melodie, die Ende der sechziger Jahre zur Hymne der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA wurde, so einfühlsam singen und genial auf der Gitarre begleiten wie er.
Hallelujah!

Wir Studierenden, Mitarbeiter und Dozenten der Hochschule für Kirchenmusik Dresden trauern um unseren langjährigen Dozenten, Kollegen und lieben Freund Dieter Schubert, der am 21. Mai 2019 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben ist.
Wir verlieren aus unserer Mitte einen Vollblutmusiker, dessen professioneller, mit viel Liebe zum musikalischen Detail gestalteter und immer von einer freundlichen Atmosphäre geprägter Unterricht von seinen Studierenden und Kollegen stets geschätzt und geachtet wurde.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 07. Juni, 11.00 Uhr in der Lutherkirche Freital-Döhlen (Lutherstr. 33) statt.

Losung für Dienstag, 21. Mai 2019:
In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
Psalm 31,6

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Neue Professoren an der Hochschule für Kirchenmusik

Die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hat als neue Professoren (jeweils 50% Beschäftigungsumfang, zunächst befristet auf zwei Jahre) Barbara Christina Steude für die Leitung der Fachgruppe Gesang (Nachfolge Prof. Gertrud Günther) und Michael Schütze für die Leitung der Fachgruppe Klavier (Nachfolge Prof. Sabine Bräutigam) zum 1. September 2019 berufen.

Barbara Christina Steude studierte Kirchenmusik, im Anschluss Gesang und Gesangspädagogik bei Kammersängerin Elisabeth Wilke in Dresden. Ihr besonderes Interesse gilt neben der Musikpflege Johann Sebastian Bachs der vokalen Kammermusik. Sie nimmt regelmäßig solistische Verpflichtungen im Bereich der Kirchenmusik wahr und arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen.
Auslandsgastspiele führten sie u.a. nach Frankreich, Luxemburg, Tschechien, Österreich, der Schweiz und Asien. Sie wirkt als Honorardozentin im Fach Gesang an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle sowie als Stimmbildnerin beim Knabenchor am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden.
Prof. Michael Schütze studierte an der Hochschule für Musik Dresden Klavier und Liedbegleitung. Seine Konzerttätigkeit als Solist, Liedpianist, Begleiter verschiedener Chöre, Organist und Continuo-Spieler führte ihn in internationale Musikzentren. Regelmäßig wird er als offizieller Begleiter für bedeutende Gesangswettbewerbe verpflichtet. Er lehrt als Korrepetitior an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und ist gern gesehener Gastdozent mehrerer namhafter Universitäten in den USA.

 

 

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Haus B, Chorsaal, Haus A
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Landeskirchenmusiktage 2019

Die Hochschule für Kirchenmusik Dresden feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass finden vom 23. bis zum 27. Oktober 2019 Landeskirchenmusiktage in Dresden statt.
Das Programm bietet neben musikalischen Gottesdiensten und Andachten sowie herausragenden Konzerten ein vielfältiges Seminarangebot, einen großen Projektchor und Möglichkeiten der Begegnung. Unser Hochschulchor wird ein gemeinsames Konzert mit dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Halle gestalten und viele unserer Dozentinnen und Dozenten wirken im Programm aktiv mit.
Alle an Kirchenmusik Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Rückblick

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Vortragsreihe Musik und Theologie




Die am 1. November 2018 beginnende Vortragsreihe „Musik und Theologie“ wird gemeinsam veranstaltet von der Katholischen Akademie des Bistums Dresden – Meißen, dem Haus der Kirche Dresden und der Hochschule für Kirchenmusik. Insgesamt 8 Vortragsabende finden jeweils donnerstags um 19.00 Uhr im Chorsaal der Hochschule für Kirchenmusik statt.

Welche geistlichen Dimensionen hat Musik? Wie werden theologische Inhalte und Fragestellungen durch Musik interpretiert und erfahrbar? Die acht Vorträge gehen dieser Frage anhand konkreter musikalischer Werke nach. Im Ganzen ergibt sich so ein Blick auf ganz verschiedene Aspekte von Musik und Theologie. Die Vorträge mit Musikbeispielen münden in eine offene Runde für Rückfragen und Diskussion.

Der Eintritt ist frei.

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Ausschreibung Professur für Gesang

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden ist zum 01.09.2019 die
Professur für Gesang
(50% im Angestelltenverhältnis zunächst befristet bis zum 31.08.2021, Entgeltgruppe 14 KDVO Sachsen)
zu besetzen.

Wir suchen eine künstlerisch profilierte und pädagogisch engagierte Persönlichkeit, die Freude an der Ausbildung junger Menschen hat und Kirchenmusik als wesentlichen Bestandteil christlicher Verkündigung begreift.

Ihre Aufgaben:

  • Leitung und konzeptionelle Arbeit der Fachgruppe Gesang
  • Einzelunterricht Gesang und Gruppenunterricht Stimmphysiologie und Chorische Stimmbildung in den Diplomstudiengängen Kirchenmusik B und A sowie im Aufbaustudiengang Chorleitung
  • stimmbildnerische Begleitung der jährlichen Chorreise

Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Gesangsstudium
  • Umfangreiche Erfahrungen als Konzertsänger/in, besonders im kirchenmusikalischen Bereich
  • Lehrerfahrungen im Hochschulbereich
  • Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD

Sie erwartet
ein engagiertes Dozententeam, das den Studierenden als künftigen Mitarbeitenden im kirchlichen Verkündigungsdienst eine hohe künstlerische und pädagogische Qualifikation sowie ausgeprägte Sprach- und Ausdrucksfähigkeit der christlichen Glaubensüberzeugungen vermittelt.

Die persönliche Vorstellung der eingeladenen Bewerber/innen ist am 7. Januar 2019 geplant.
Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Kontakt: Rektor Prof. Stephan Lennig, Tel. (über Sekretariat): 0351/31 86 4-0
E-Mail: kirchenmusik-dresdenevlks.de

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 15. Oktober 2018 an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Ausschreibung Klavierprofessur

An der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden ist zum 01.09.2019 die
Professur für Klavier
(50% im Angestelltenverhältnis zunächst befristet bis zum 31.08.2021, Entgeltgruppe 14 KDVO Sachsen)
zu besetzen.

Wir suchen eine künstlerisch profilierte und pädagogisch engagierte Persönlichkeit, die Freude an der Ausbildung junger Menschen hat und Kirchenmusik als wesentlichen Bestandteil christlicher Verkündigung begreift.

Ihre Aufgaben:

  • Leitung und konzeptionelle Arbeit der Fachgruppe Klavier
  • Einzelunterricht Klavier in den Diplomstudiengängen Kirchenmusik B und A sowie ggf. in den Aufbaustudiengängen Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation
  • Betreuung von Kammermusikprojekten

Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Klavierstudium
  • Umfangreiche Erfahrungen als Pianist solistisch und als Kammermusikpartner
  • Lehrerfahrung im Hochschulbereich
  • Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD

Sie erwartet
ein engagiertes Dozententeam, das den Studierenden als künftigen Mitarbeitenden im kirchlichen Verkündigungsdienst eine hohe künstlerische und pädagogische Qualifikation sowie ausgeprägte Sprach- und Ausdrucksfähigkeit der christlichen Glaubensüberzeugungen vermittelt.

Die persönliche Vorstellung der eingeladenen Bewerber/innen ist am 8. Januar 2019 geplant.
Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Kontakt: Rektor Prof. Stephan Lennig, Tel. (über Sekretariat): 0351 318640
E-Mail: kirchenmusik-dresdenevlks.de

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 15. Oktober 2018 an den
Senat der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden

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Kirchenmusik C – Schwerpunkt Jazz-Rock-Pop

Neu in der C-Ausbildung ab Wintersemester 2018:

Kirchenmusik C – Schwerpunkt Jazz-Rock-Pop (C/Swp JRP)

Diese neue Schwerpunktausbildung ersetzt die bisherige C-Ausbildung mit Vertiefung Popularmusik. Inhalte des Jazz-Rock-Pop-Bereichs (Pop-/Gospelchorleitung, Bandarbeit, JRP-Klavier und JRP-Gesang) werden noch stärker als bisher in den Fokus genommen. Dafür wurde Freiraum geschaffen durch ein etwas reduziertes Maß an sogenannten „klassischen“ Inhalten (Chorleitung, Bläserarbeit, Orgel).

Beachten Sie dazu die weiteren Hinweise sowie den gesonderten Termin der Eignungsprüfung für C am 20.08.2018. (Bewerbungsfrist: 16.07.2018)

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Christfried Brödel zum 70. Geburtstag

Am 17. Dezember 2017 jährt sich zum 70. Mal der Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel, langjähriger Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Erst 1984, nach erfolgreicher Promotion in Mathematik und Jahren der Berufstätigkeit als Mathematiker, legte Christfried Brödel sein Examen als Kirchenmusiker ohne vorheriges Studium ab und wurde noch im gleichen Jahr zum Landessingwart der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens berufen. Nach dem Tod Wolfram Zöllners übernahm er 1988 die Leitung der damaligen Kirchenmusikschule Dresden, die er zusammen mit der Chorleitungsprofessur an der 1992 zur Hochschule in kirchlicher Trägerschaft umgewandelten Ausbildungsstätte bis zu seinem Ruhestand 2013 innehatte.

Bekannt ist Christfried Brödel vor allem durch sein Engagement für zeitgenössische Kirchenmusik geworden. Mit dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik, der Meißner Kantorei 1961 und dem Solistenensemble vocal modern hat er zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer geistlicher Musik gestaltet, z. B. von Volker Bräutigam, Matthias Drude, Jörg Herchet, Günter Neubert und Manfred Weiss. Ebenso setzt sich der 1994 mit der Ehrendoktorwürde und 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz Ausgezeichnete aber für einen differenzierten und lebendigen Vortrag Alter Musik auch mit Laienchören ein. Dieses Anliegen verfolgte der Vorsitzende der Neuen Bach-Gesellschaft u. a. als Kursleiter von zahlreichen Bach-Akademien in Rumänien und der Ukraine sowie Schütz-Wochen in Südafrika.

Christfried Brödel war Kultursenator des Freistaats Sachsen, Vizepräsident der „Konferenz der Leiter der kirchlichen und staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren in der EKD“ und ist seit 2013 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. In Anerkennung seiner Verdienste um das sächsische Musikleben als Dirigent und als Pädagoge erhielt er 2006 die „Johann-Walter-Plakette“ des Sächsischen Musikrats.
Auch im Ruhestand ist Christfried Brödel noch als Dirigent, Lehrer und Autor tätig.

Sein Abschlusskonzert als Leiter der Meißner Kantorei mit Werken von Siegfried Reda, Wilfried Krätzschmar sowie Advents- und Weihnachtsliedbearbeitungen des Barock und der Romantik gibt er am Samstag, 16. Dezember 2017, 17:00 Uhr in der Dreikönigskirche Dresden.

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KMD Dr. Christoph Albrecht verstorben

Am 24. September 2016 ist Dr. Christoph Albrecht, ein profilierter, hoch verdienstvoller Kirchenmusiker, von uns gegangen.

1930 geboren, wuchs er in Salzwedel auf, wo er bereits im Alter von 13 Jahren den Organistendienst an der Kirche St. Marien übernahm. Nach einem Studium der Kirchenmusik und Theologie in Halle sowie privatem Orgelunterricht bei Thomaskantor Günther Ramin war er ab 1953 als Domkantor in Naumburg, zugleich als Dozent an der Kirchenmusikschule Halle tätig.

In den beiden Fächern Kirchenmusik und Theologie durch A-Prüfung und Promotion zum Dr. theol. bestens qualifiziert, wurde er 1960 zum Direktor zur Kirchenmusikschule Dresden berufen. Diese Stelle war damals mit dem Kantorat der Dresdner Versöhnungskirche verbunden. 1976 wechselte Albrecht als Kantor und Organist an die Kirche St. Marien in Berlin. Diese Stelle hatte er bis 1992 inne.

Albrecht erreichte seine größte Bekanntheit durch sein herausragendes Orgelspiel. Er gehörte seit den 1960er Jahren zu den international gefragten deutschen Organisten und konzertierte u. a. in Schweden, den Niederlanden und den USA. Im Rahmen der von der DDR-Schallplattenfirma ETERNA unternommenen Einspielung der Bachschen Orgelwerke auf Silbermannorgeln wurden ihm die Interpretation des Dritten Teils der Clavier-Übung sowie der Canonischen Veränderungen über ‚Vom Himmel hoch’ auf der großen Orgel des Freiberger Doms übertragen. Noch Jahre später erinnern sich Beteiligte an die Aufnahme des Es-Dur-Präludiums BWV 552. Albrecht spielte das Werk auf Anhieb so gut, so dass man danach lediglich „zur Sicherheit“ noch einen weiteren Durchlauf aufnahm.[nbsp]

Albrechts Bedeutung erschöpft sich jedoch keineswegs in seinem Virtuosentum als Organist. Für ihn waren Gottesdienstgestaltung und die Arbeit mit musikalischen Gemeindegruppen wichtige Komponenten seiner Kantorentätigkeit. Der Vorbereitung des Orgelspiels im wöchentlichen Gottesdienst widmete er trotz seiner vielen Aufgaben stets mindestens eine Stunde. Als Chorleiter und Dirigent führte er zahlreiche große Werke alter, romantischer und zeitgenössischer Musik auf. Die Werke Bachs bildeten dabei einen durchgängigen cantus firmus.

An der Dresdner Kirchenmusikschule gehörte zu seien Aufgaben auch die Ausbildung in Liturgik und Hymnologie. Im Zusammenhang damit entstanden kurzgefasste Lehrbücher dieser beiden Fächer, die auch heute noch mit Gewinn verwendet werden. Durch ein dem damaligen Kenntnisstand entsprechendes Buch über Interpretationsfragen beteiligte sich Albrecht reflektierend und mit klaren Positionen am aufführungspraktischen Diskurs. Ein bleibendes Verdienst erwarb er durch die von ihm besorgte Neuausgabe der Orgelwerke D. Buxtehudes.

Schließlich muss der Komponist Christoph Albrecht gewürdigt werden. Aus seiner Feder liegen eine Reihe von Orgel- und Chorkompositionen vor, wobei letztere für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt sind. Sie nehmen Rücksicht auf das Leistungsvermögen der Kirchenchöre und sprechen dennoch eine eigene, moderne und nie belanglose Sprache. Seine Sammlung von Evangelienmotetten („Gesungenes Evangelium“, Strube-Verlag VS 6389) für jeden Sonntag des Kirchenjahrs eignet sich sehr gut für die liturgische Praxis, wenn auch eine strukturbetonte, strenge Klanglichkeit manchen heutigen, an populärer Musik orientierten Hörerwartungen nicht entspricht.

Albrecht vertrat kompromisslos die Positionen, die er als für sich maßgeblich erkannt hatte. Dies zeigte sich auch in der Auseinandersetzung um die Einführung neuer geistlicher Lieder und popularmusikalischer Formen in das gottesdienstliche Musizieren. Albrecht – und mit ihm die damalige Dozentenschaft der Dresdner Kirchenmusikschule – hielt es nicht für möglich, entsprechende Ausbildungsinhalte in das klassische Kirchenmusikstudium zu integrieren. Dem stand der in einem Synodalbeschluss fixierte Wille der Landeskirche zur Einbeziehung der Jugendmusik in die gemeindliche Praxis entgegen. Diese Situation führte dazu, dass Dr. Christoph Albrecht 1976 die Leitung der Kirchenmusikschule niederlegte und als Kantor und Organist an die Berliner Marienkirche ging, wo er bis zu seiner Emeritierung erfolgreich wirkte.

Christoph Albrecht war eine herausragende Persönlichkeit, die durch ihr künstlerisches und pädagogisches Wirken eine ganze Generation von Kirchenmusikern geprägt hat.

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